Gespann-WM in Schleiz (Archivversion) Gespann-WM



Das harte Duell zwischen der deutsch-britischen Gespannpaarung Jörg Steinhausen/Trevor Hopkinson und den in der WM führenden englischen Brüdern Tim und Tristan Reeves (Foto, Reeves in Führung), das zuletzt beim Gespann-WM-Lauf Mitte Juni auf dem Nürburgring für Diskussionen gesorgt hatte, fand beim Rennen auf dem Schleizer Dreieck seine Fortsetzung. Während Steinhausens finale Attacke in der Eifel lediglich zu einer eher harmlosen Kollision geführt hatte – die Reeves freilich den Sieg kostete –, endete der Schlagabtausch in der letzten Runde von Schleiz mit einem spektakulären Überschlag von Steinhausen/Hopkinson. Jörg Steinhausen wurde mit Vedacht auf Halswirbelverletzungen nach Jena geflogen, wo die Ärzte aber Entwarnung gaben.
»Bei der Anfahrt zur Zielschikane in der letzten Runde konnte ich besser beschleunigen und mich neben Reeves
setzen«, berichtete Steinhausen, »doch er drängte immer
weiter nach rechts, bis ich von der Strecke abkam.«
Zum zweiten Mal war der Gespann-WM-Lauf dieses Jahr im »Three-Race-Format« ausgefahren worden, wo gleich dreimal WM-Punkte vergeben werden. Im Match-Race-Finale hatten die Reeves-Brüder Pech, weil kurz vor dem Start ein defektes Massekabel ihre LCR-Suzuki lahm legte – Steinhausen/ Hopkinson gewannen. Im elf Runden langen Sprint Race siegte Reeves knapp vor Steinhausen, im 22-Runden-Gold-Race kam es zum oben erwähnten Showdown mit Knalleffekt. abs

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