Gespann-WM: Kurzbericht (Archivversion) Gespann-WM

Der siebte von acht Läufen zur Gespann-Weltmeisterschaft war im holländischen
Assen längst gelaufen, das Fahrerlager fast schon wieder geräumt, da ließ Gespann-Legende Steve Webster ganz leise im engsten Freundeskreis die Bombe platzen: »Ich höre auf. Sofort«, sagte der noch amtierende Seitenwagen-Weltmeister, der 2004 seinen zehnten Titel erringen konnte und neben dem Europameistertitel 2004 auf haufenweise nationale britische Meisterschaftssiege zurückblickt.
Bereits beim WM-Rennen, das im Juni im Rahmen des IDM-Laufs auf dem Nürburgring gefahren wurde, hatte Webster nach dem Training überraschend seinen Startverzicht bekannt gegeben und gesundheitliche Probleme geltend gemacht. Assen sollte sein
Comeback werden, doch das Wochenende stand unter keinem guten Stern für Webster und seinen aktuellen Beifahrer Paul Woodhead. Der war im Freitagstraining bei einem Bremsmanöver aus dem Gespann gestürzt, hat sich möglicherweise sogar einen
Knochen im Handgelenk gebrochen und konnte sich nach zwei Runden im Rennen
nicht mehr im Boot des Suzuki-LCR-Renners festhalten – Aufgabe.
»Wir haben 25 tolle Jahre erlebt«, sagte Webster, »jetzt ist es Zeit, Abschied zu nehmen. Um ganz ehrlich
zu sein: In der Pause nach dem Nürburgring habe ich den Sport nicht mehr vermisst.« abs

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote