Getränke für den Motorradfahrer im Sommer: Beratung (Archivversion) Haut’s weg, das Wasser

Rennarzt Dr. Christoph Scholl sagt: trinken, trinken, trinken. Und zwar Mineralwasser und Apfelschorle. Mode- und Designergesöffe hält er für absoluten Mumpitz.

Wenn der Körper nicht genügend Wasser abbekommt, kann das zu enormen Konzentrationsproblemen führen. Bei verdicktem Blut, und das ist die Konsequenz, wenn man zu wenig trinkt, gelangen weniger Sauerstoff und Nährstoffe zum Gehirn. Kopfschmerzen, nachlassende Vitalität und Aufnahmefähigkeit sind die Folgen. Also haut’s weg, das Wasser. Oder meinetwegen auch die Apfelschorle oder ungesüßten Früchtetee, alles andere bringt’s nicht. Und vor allem, tut es regelmäßig, wenn die Sonne sticht. Macht Pausen, so viele wie möglich, und denkt an die Faustregel: fünf Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm und Stunde. Bei einem 100-Kilo-Mann macht das nach Adam Riese einen halben Liter in sechzig Minuten. Das Nass im Voraus zu bunkern, es literweise in sich hineinzuschütten, hat nur einen Effekt: nicht ganz freiwillige Stopps am Wegesrand. Es soll allen Ernstes noch immer Motorradfahrer geben, die glauben, sie könnten ihre Müdigkeit mit so genannten Energy Drinks bekämpfen. Das Gegenteil ist der Fall. Diese Koffeinbomben führen zu Aussetzern, gefährden den Fahrer. Dümmeres Zeug kann man im Sommer nicht trinken. Auch isotonische Getränke braucht kein Mensch. Und diese neumodischen O2-Wässerchen bewirken, was sie mit den anderen Mode-Gesöffen verbindet, letztlich nur eines: Sie machen ihre Hersteller reich.

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