GP Journal (Archivversion)

Sieg für EliasMelandrizu YamahaNach dem Rio-Grand-Prix verbrachte Aprilia-Star Marco Melandri einige Urlaubstage auf Hawaii und scheiterte dort beim Versuch, das Surfen zu lernen. Dafür reitet der 20-jährige Italiener im Fahrerlager auf der Welle des Erfolgs: Sein Vorsprung in der 250er-WM schwoll trotz der Niederlage gegen den fulminanten Toni Elias weiter an, außerdem soll Melandri die Nachfolge für Max Biaggi im Yamaha-MotoGP-Werksteam antreten. Jenkner holt aufDrittertrotz GrippeSteve Jenkner holte sich auf dem Flug nach Japan eine Erkältung, die sich bis zum Rennsonntag zur handfesten Grippe auswuchs. Trotzdem erbeutete der Sachse nach einem packenden Duell mit Weltmeister Manuel Poggiali im 125er-Rennen den dritten Platz. Weil Lucio Cecchinello stürzte, katapultierte sich Jenkner mit dem fünften Podestplatz des Jahres gar auf den vierten WM-Rang. Einen unerwarteten Schub neuer Spannung gibt es auch im Kampf um den Titel: WM-Leader Arnaud Vincent rollte mit Motorschaden aus, Titelverteidiger Manuel Poggiali und Honda-Star Dani Pedrosa wittern wieder Morgenluft. Honda-PläneBaldmit V6Suguru Kanazawa, Präsident der Honda Racing Corporation HRC, gab in Motegi seine Visionen preis: »Möglicherweise verfügen wir schon im nächsten Jahr über einen V6-Motor für die MotoGP-WM, um das Potential dieser Formel auszuloten.« Das zweite große Experimentierfeld für Honda ist die Aerodynamik. »Honda und Yamaha gehen zwei grundverschiedene Wege. Yamaha arbeitet an der Verringerung des Luftwiderstands, wir an einer möglichst kleinen Stirnfläche. Theoretisch führt das am Ende zum gleichen Ergebnis. Mit einem Unterschied: Voluminös verkleidete Motorräder lassen sich schlechter einlenken. Wir arbeiten an Konzepten, bei denen die Aerodynamik die Handlichkeit verbessert.“

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