Grand Prix Australien in Phillip Island (Archivversion) 250er

Valentino Rossi feierte den dritten Sieg hintereinander. Tetsuya Harada stürzte und gab die WM-Führung an Loris Capirossi ab.

Aprilia bestimmt weiterhin das Geschehen in der 250er Klasse, doch von Langeweile kann keine Rede mehr sein. Wegen eines Kolbenklemmers stürzte Tetsuya Harada im Kampf um die Führung in einer Bergabpassage spektakulär, kam aber mit einer Prellung am beim Imola-GP gebrochenen linken Fuß davon. »Sich auf diese Weise aus dem Rennen zu verabschieden schmerzt doppelt. Mein Motorrad ging wie eine Rakete, und ich hätte bestimmt ein gutes Resultat erzielt. Statt dessen ist die Weltmeisterschaft wieder völlig offen«, war Harada enttäuscht. Er verlor die WM-Führung an seinen Aprilia-Teamkollegen Loris Capirossi, der im Rennen Zweiter wurde. Bei vier Punkten Differenz in der Punktetabelle wird das Finale in Argentinien nun zum offenen Schlagabtausch zwischen den beiden.Freute sich Capirossi über die unerwartete Wende im Titelkampf, so feierte Valentino Rossi seinen dritten Sieg hintereinander wieder einmal mit einem standesgemäßen Clou und stülpte sich die Hahnenkamm-Mütze der »Polleria Osvaldo«, dem kleinen Geflügelladen von einem seiner Freunde, über.Während Rossi unangefochten vorausfuhr, wurde Capirossi von Olivier Jacque in ein aufregendes Gefecht verwickelt. Mit seiner minutiös abgestimmten Chesterfield-Honda zwängte sich Jacque in der letzten Runde sogar kurz auf Rang zwei, zahlte auf der Zielgeraden jedoch der überlegenen Leistung von Capirossis Aprilia Tribut. Trotzdem feierte er mit Platz drei sein bestes Ergebnis seit dem Jerez-Grand Prix im Mai. Sein künftiger Teamkollege Shinya Nakano kam als Vierter ins Ziel. Der 20jährige japanische Meister fuhr exzellent, teilte aber Jacques Handicap: Wie die Honda des Franzosen war auch Nakanos Yamaha um rund zehn km/h zu langsam.

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