Grand Prix Australien in Phillip Island (Archivversion)

Baby an Bord

Der 20-jährige Marco Melandri kürte sich zum jüngsten 250er-Weltmeister aller Zeiten. Künftig gibt er auf einer M1-Yamaha Gas – und auch bei Aprilia konzentriert sich alles auf die MotoGP-Klasse.

Marco Melandri hätte schon beim Malaysia-Grand-Prix Weltmeister werden können. Doch dann erlosch der Zündfunke im oberen Zylinder seiner Aprilia RSW 250. Sein Rivale Fonsi Nieto gewann das Rennen und verkürzte den Rückstand in der Tabelle auf 22 Punkte. Eine Woche später in Australien rüstete der Neffe des 13-fachen Weltmeisters Angel Nieto mit der Pole Position nach. Melandri stand auf Startplatz zwei, und im Team des Spaniers begann man sich schon genüsslich auszumalen, durch welche Hölle Melandri gehen würde, falls Nieto die Entscheidung mit einem weiteren Sieg abermals vertagen würde.Doch der Italiener brauste vom Start weg in Führung und ließ auch nicht locker, als sein Gegner anzugreifen begann. Die Streithähne wechselten bei ihrem sehenswerten Zweikampf immer wieder die Positionen, zum atemberaubenden Finale auf der schnellen Phillip-Island-Strecke kam es dann in der letzten Runde: Melandri quetschte sich in einer Bergab-Rechtskurve innen an Nieto vorbei und machte sich im folgenden Linksknick besonders breit. Beim Beschleunigen auf die Zielgerade scherte Nieto aus dem Windschatten aus und schob seine blaue Telefonica-MoviStar-Aprilia nochmals neben das schwarze Pendant, scheiterte mit seinem letzten Konter aber um eine Radlänge oder den Hauch von sieben Tausendstelsekunden. Würdevoller kann man nicht verlieren. »Ich habe alles versucht, um Melandri auf die Nerven zu gehen und ihn zu einem Fehler zu verleiten. Ich habe das Tempo beschleunigt und dann wieder gedrosselt. Ich ließ mich hinter ihn zurückfallen, um ihm gleich wieder mein Vorderrad zeigen zu können. Dann wurden gelbe Flaggen geschwenkt, und ich habe gebremst, um ihn zu einem verbotenen Überholmanöver zu verleiten. Doch insgesamt hatte Melandri natürlich die besseren Karten in der Hand«, wurmte sich Nieto. Melandri ließ sich in seinem zarten Alter von 20 Jahren und 74 Tagen als jüngster 250er-Weltmeister aller Zeiten feiern. »Ein schönes, aufregendes Rennen«, triumphierte er. In der Saison 1999 war ihm der sicher geglaubte 125er-Titel im letzten Rennen durch die Lappen gegangen. Jetzt, nach fünf Jahren im Grand-Prix-Sport, kam er in der nächstgrößeren Klasse endlich ans Ziel. »In jenem Jahr bei den 125ern hat mir alle Welt einzureden versucht, ich solle weiterhin in dieser Klasse bleiben und vor dem Aufstieg erst einmal den Titel gewinnen. Jetzt habe ich die Mission eben bei den 250ern erfüllt – und kann beruhigt weitergehen«, lächelte Melandri, der im nächsten Jahr als offizieller Werksfahrer im MotoGP-Team von Yamaha Gas geben wird. Mission erfüllt hieß es auch für Aprilia-Renndirektor Jan Witteveen, der nach den Marken-Titeln bei den 125ern und 250ern nun auch die erste von zwei möglichen Fahrer-Weltmeisterschaften feiern konnte. Denn die Erfolge schönen eine Gesamtbilanz, die von den notorischen Rückschlägen in den großen Kategorien kräftig eingetrübt wird.Doch für die Zukunft werden alle Kräfte des kleinen venezianischen Werks auf den Erfolg in der MotoGP-Klasse konzentriert. Das 250er-Werksteam wird zugesperrt, Fonsi Nieto und Toni Elias dürfen den Titel 2003 im Telefonica-MoviStar-Leasingteam unter sich ausfechten. Auch beim Superbike RSV mille wird die Entwicklung vorläufig eingestellt und das Motorrad allenfalls an ein zahlungskräftiges Kundenteam verschachtert.Dafür will Aprilia den MotoGP-Renner RS Cube groß aufrüsten. Das Übergewicht der Dreizylindermaschine, im Verlauf der Saison bereits von 17 auf 12 Kilogramm reduziert, soll über Winter konsequent weggetrimmt werden. Noch wichtiger sind die strategischen Entscheidungen bei der Fahrerwahl: Hondas Superbike-Champion Colin Edwards verschmähte das Angebot einer Bridgestone-bereiften Honda RC 211 V und wird mit Noriyuki Haga als Teamkollege zum neuen Topstar des Aprilia-Projekts.Dass der Texaner auf Michelin Weltmeister geworden war, half auch, die Tür beim erfolgreichsten Reifenhersteller der MotoGP-Serie aufzustoßen. Aprilia einigte sich mit den Franzosen auf einen »globalen Deal«, bei dem Aprilias Sportmotorräder künftig auf Michelin-Reifen einherrollen werden. Im Gegenzug wird die RS Cube statt den früh verschleißenden Dunlops künftig mit jenen Michelin S4 ausgerüstet, die in dieser Saison bei allen Rennen überlegen waren.Ob Michelin den gewaltigen Vorsprung bei der Reifentechnologie im nächsten Jahr verteidigen kann, steht seit dem Grand Prix auf Phillip Island allerdings in Frage. Lokalmatador Garry McCoy glühte auf seiner Dunlop-bereiften Zweitakt-Yamaha auf den zweiten Trainingsplatz, musste im Rennen aber einen für den Reifenhersteller peinlichen Boxenstopp einlegen, weil sein Hinterreifen Blasen geworfen hatte. Den Rest des Rennens brachte er als Geisterfahrer im Konvoi mit dem zunächst führenden Alex Barros und dem späteren Sieger Valentino Rossi hinter sich.»Die zweite Rennhälfte fuhr ich mit genau dem gleichen Reifentyp zu Ende, und er war okay«, wunderte sich McCoy, warum er für seinen Heim-Grand-Prix ein solches Montagsmodell erwischt hatte.Viel überzeugender setzte sich Bridgestone in Szene. Die Newcomer im MotoGP-Sport besetzten drei der vier Plätze in der ersten Startreihe. Schnellster war nicht etwa Bridgestones offizieller Testfahrer Jürgen van den Goorbergh auf der Kanemoto-Honda NSR 500, sondern ausgerechnet der Ire Jeremy McWilliams auf dem schwachbrüstigen, aber fliegengewichtigen Proton KR-Zweitakt-Dreizylinder, flankiert von Teamkollege Nobuatsu Aoki auf Rang drei.Es war die erste Pole Position für Bridgestone, die erste für Proton und die erste für eine Dreizylinder-Maschine, seit Raymond Roche 1984 auf der Honda NS 500 Bestzeit markiert hatte. »Unsere Motorräder sind wie ein alter Hund, den du zum Tierarzt zum Einschläfern bringst und der im Auto plötzlich wieder quicklebendig wird«, grinste Teamchef Kenny Roberts, der in Malaysia ein Modell seines künftigen Fünfzylinder-Viertakt-Motors präsentiert hatte. Man werde jetzt zusammenpacken und noch vor dem Rennen nach Hause fahren, kündigte er launig an, denn es war klar, dass seine Maschinen im Rennen von den schnellen Viertaktern verschluckt würden. Aoki kam schließlich als Siebter ins Ziel, McWilliams wurde nach einem Ausritt Zehnter. Trotzdem sicherte sich Bridgestone mit van den Goorbergh auf Platz fünf noch das bislang beste Rennresultat des Jahres. »Die letzte schnelle, langgezogene Linkskurve vor der Zielgeraden provoziert einen enormen Hitzestau im Hinterreifen. Wir haben hier schon im letzten Jahr intensiv getestet – und Bridgestone hat das Problem in den Griff gekriegt«, zollte Teamchef Erv Kanemoto seinem Auftraggeber Respekt. Den hat auch die Konkurrenz von Michelin. Bereits beim Pazifik-Grand-Prix in Motegi hatten die Michelin-Manager versucht, Honda zu einer Beendigung der Zusammenarbeit mit Bridgestone zu drängen, blitzten aber ab. »Mittlerweile haben die Angst vor uns«, stellte ein Bridgestone-Mitarbeiter befriedigt fest.
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Grand Prix Australien (Archivversion) - Das erste Mal

Marco Melandri, 20, der fast immer ein Lächeln auf den Lippen hat und zusammen mit seinem Mentor Loris Reggiani für jeden Schabernack zu haben ist, wurde zum ersten Mal Weltmeister – und erinnert sich auch an etliche andere Premieren.
Das erste Motorrad:»Eine Malaguti Grizzly 50, als ich vier Jahre alt war. Ein Weihnachtsgeschenk meiner Eltern.«Das erste Rennen:»In einem Einkaufszentrum in Ravenna mit einem BMX, mit dem ich im Alter von vier bis sieben Jahren herumturnte. Meine Rivalen waren alle älter, und ich wurde Letzter.«Das erste Motorradrennen:»1989 mit Minimotos in der Stadt Cattolica. Ich fuhr als Letzter hinterher, wurde überrundet und ausgelacht. Ich hatte eine Riesenwut und wollte mich im nächsten Rennen revanchieren. Leider waren die anderen abermals schneller.«Das erste eigene Minimoto:»1989, vor dem dritten Rennen der italienischen Meisterschaft. Ich weiß nicht mehr, was es kostete. Aber es war wie die Pepsi-Suzuki von Kevin Schwantz lackiert.«Das erste Mal mit dem Knie am Boden:»In Magione im Oktober 1994 auf der Aprilia 125 SP. Ich war so klein, dass ich nicht mit den Füßen auf den Boden kam. Beim Anhalten mussten meine Helfer das Motorrad abstützen.«Der erste Sieg:»1990 in San Giuseppe, wo ich auch heute noch mit dem Kart meinen Spaß habe. Es war ein Minimoto-Meisterschaftslauf. Die Bikes waren nicht besonders schnell, doch ich war klein und wog wenig.«Das erste Mal auf einem richtigen Motorrad:»Ende 1994 probiertre ich eine Aprilia 125 Sport Production von Loris Reggiani aus. Im März 1996 stieg ich erstmals auf eine GP-125er. Nach der ersten Runde hielt ich an – die Beschleunigung hatte mir derart Angst eingejagt, dass ich nicht weiterfahren wollte.«Das erste Rennen auf einer GP-125er:»September 1996 in Mugello. Ich fuhr zwei Läufe, in der italienischen Meisterschaft und dem Honda-Cup. Im verregneten Rennen wurde ich Sechster, im Honda-Cup fiel ich als Spitzenreiter wegen eines Defekts aus. Sonst wäre ich bestimmt gestürzt – ich fuhr jenseits von gut und böse.«Der erste WM-Lauf:»In Brünn 1997 – ein Desaster. An beiden Trainingstagen hat es wie aus Kübeln gegoosen, und mir wurde versehentlich ein längeres statt kürzeres Getriebe eingebaut. Fürs trockene Rennen bemerkte das Matteoni-Team den Fehler, und ich konnte mich von Startplatz 28 auf Rang 17 verbessern. Ein Happy End!«Das erste GP-Podium:»Der zweite Platz in Mugello 1998. Acht Mann kämpften um den Sieg, und ich war zum ersten Mal in einem solchen wilden Haufen. Ich hatte von Taktik keine Ahnung, wollte aber unbedingt nach vorn. Am Ende gewann Manako.«Der erste GP-Sieg:»Holland 1998. Mein Motorrad war langsamer als das von Sakata, doch ich wusste, dass dies mein Tag werden würde. In der letzten Runde setzte ich auf alles oder nichts und überholte Sakata außen herum in einer Linkskurve. Eines der schönsten Überholmanöver meiner Karriere.«Das erste Mal auf einer 250er:»In Jerez Ende 1998 mit der Honda NSR von Ukawa. Doch das Motorrad fühlte sich an wie eine 175er, denn in diesem Jahr zogen die Honda keine Wurst vom Teller.«Das erste Mal auf einer Aprilia 250:»Ein Jahr später in Jerez. Die RSW war so schnell, nervös und kräftig, dass ich nicht einmal in einer Linie geradeaus fahren konnte.«Die erste sportliche Enttäuschung:»1999 in Argentinien, als ich die 125er- Weltmeisterschaft verlor. Das nagt bis heute an mir.«Das erste Geld:»1996. Ich erhielt 2,4 Millionen Lire, etwa 1240 Euro, für einen Trofeo-Honda-Sieg. Für mich als 14-Jährigen eine astronomische Ziffer – mein Taschengeld betrug monatlich 30000 Lire.«Der erste Kuss:»In der zweiten Klasse, auf der Schultoilette.«Das erste Mal Sex:»Mit 15 Jahren. Sie kümmerte sich um alles...«Die erste Liebe:»2001, Giorgia. Es war die erste und einzige Liebe.«Die erste amouröse Enttäuschung:»Giorgia. Wir trennten uns. Ich brachte sie und meinen Job nicht unter einen Hut.«Das erste Auto:»Ein Aixam-Diesel-Zweizylinder. Ich war 16 und konnte das Ding mit dem Mopedführerschein bewegen.«Das erste Fernsehinterview:»Mit 14, nach dem Gewinn der Italienischen Meisterschaft. Ich weiß noch, dass ich steif wie ein Spazierstock war und in Panik geriet. Auch heute noch bin ich vor Kameras nicht natürlich.«

Grand Prix Australien (Archivversion)

Yamaha oder KawasakiTauziehenum BarrosDer Sensationssieg in Motegi trieb den Marktwert von Alex Barros in schwindelnde Höhen. Im Honda-Team von Sito Pons bislang mit 800 000 Dollar Jahresgage relativ mäßig honoriert, bot ihm Gauloises-Manager Fabrice Bourgeois L’Armurier jeweils 2,5 Millionen Dollar für einen Drei-Jahres-Vertrag im französischen Tech 3-Yamaha-Team. Unterstützt wurde die Initiative von dem französischen Michelin-Manager Pierre Dupasquier – sehr zum Verdruss von Kawasaki-Teamchef Harald Eckl, dem nach Loris Capirossi nun ein weiterer Top-Pilot durch die Lappen zu gehen droht. Eckl hatte die mündliche Zusage von Barros bereits in der Tasche, kann ihm derzeit aber nicht die überlegenen Michelin-Reifen garantieren. Denn obwohl Kawasaki bereit ist, die Michelin-Forderungen eines »globalen Deals« zu erfüllen und die sportlichsten Maschinen der Marke mit Michelin-Reifen auszurüsten, lassen sich die Franzosen mit einer festen Zusage der begehrten Renn-Slicks auffallend lange Zeit. Jenkners LenkerflatternGedämpfteFreudeSteve Jenkner trumpfte in Australien gleich im ersten Zeittraining mit der vorläufigen Bestzeit auf, musste seinen ersten Grand-Prix-Sieg aber weiterhin vertagen. »In den ersten Runden hatte ich heftiges Lenkerflattern. Es fühlte sich an, als habe mein Reifen einen Schlag. In den schnellen Kurven hatte ich richtig Schiss«, berichtete der sonst so tapfere Sachse. »Ich habe mir aber gesagt: Du kannst jetzt nicht aufgeben, und drehte während der Fahrt den Lenkungsdämpfer auf. Plötzlich ging’s wieder.« Nach fünf Runden noch trauriger 17., blies der MOTORRAD-Pilot zur Jagd und stellte im 125er-Grand-Prix noch den siebten Schlussrang sicher.Yamaha mit EFIAbesGeheimwaffeNach Olivier Jacque und Shinya Nakano erhielt in Phillip Island auch Norick Abe, Star des spanischen Antena 3-Teams von Luis D’Antin, die schnellere M1-Viertakt-Yamaha. Seine Maschine war mit einer revolutionären, EFI genannten Benzineinspritzung ausgerüstet, die die bislang verwendeten Vergaser im nächsten Jahr ersetzen soll. Abes Viertakt-Genüsse endeten im freien Training am Samstagmorgen abrupt: Am Ende der Zielgeraden schaltete er so hastig herunter, wie er es vom Zweitakter gewohnt war, blockierte auf diese Weise das Hinterrad und stürzte bei Tempo 210. Der Japaner lädierte sich dabei Hand und Schulter und erhielt von den Ärzten ein Startverbot.Solidarität mit SheeneNichts alsGemüsesaftDer an Magen- und Speiseröhrenkrebs erkrankte Barry Sheene war erstmals seit seiner Diagnose im Juli wieder als Kommentator der australischen Fernsehstation »Channel Ten« bei einem Grand Prix und wurde von vielen alten Freunden mit offenen Armen empfangen. Der 500er-Weltmeister von 1976 und 1977 will seine Krankheit statt mit Operation und Chempotherapie durch die so genannte Breuss-Diät besiegen, bei der er in den ersten drei Wochen nur Gemüsesaft trank.Ducati DesmosediciBayliss beeindrucktAnfang Oktober testete Superbike-Vizeweltmeister Troy Bayliss in Mugello erstmals sein Arbeitsgerät für 2003, die MotoGP-Ducati-Desmosedici. Der 33-jährige Australier absolvierte 30 Runden und war stark beeindruckt von der Leistung und der Handlichkeit des V4-Prototyps. Inzwischen steht auch fest, wann und wo Bayliss und sein neuer Teamkollege Loris Capirossi im nächsten Jahr mit den Werks-Ducati auftreten werden, denn der Weltverband FIM veröffentlichte folgenden Grand-Prix-Kalender: 6. April Suzuka (Japan), 27. April Welkom (Südafrika), 11. Mai Jerez (Spanien), 25. Mai Le Mans (Frankreich), 8. Juni Mugello (Italien), 15. Juni Circuito Catalunya (Spanien), 28. Juni Assen (Niederlande), 13. Juli Donington (Großbritannien), 27. Juli Sachsenring, 17. August Brünn (Tschechien), 7. September Estoril (Portugal), 20. September Rio de Janeiro (Brasilien), 5. Oktober Twin Ring Motegi (Japan), 12. Oktober Sepang (Malaysia), 19. Oktober Phillip Island (Australien), 2. November Valencia (Spanien).

Grand Prix Australien (Archivversion) - Hoffnungsschimmer

Die MotoGP-Einsteiger Ducati und Kawasaki bringen frischen Wind und neue Sponsoren in den WM-Zirkus, glaubt Grand-Prix-Experte Jürgen Fuchs.
Es wird viel spekuliert um die noch freien Plätze in der GP-Szene. Abgesehen von einigen Top-Piloten und Spitzenteams wissen noch die wenigsten Mechaniker, Fahrer und sogar Teamchefs, wie es nächstes Jahr weitergehen wird. Viele Faktoren spielen bei der Besetzung des Starterfelds eine Rolle. Die Hersteller entscheiden, welche Länder und damit Absatzmärkte sie erreichen wollen. Die Vermarktungsagentur Dorna will aus möglichst vielen verschiedenen Ländern Fahrer, um neue Fernsehrechte zu verkaufen. Für die Teams wird die Frage immer wichtiger, ob der gewünschte Pilot auch Sponsoren mitbringt. Doch die Werbebudgets sitzen in Zeiten der wirtschaftlichen Flaute selbst bei Großkonzernen nicht mehr so locker. Ein siegfähiges 250er-Team muss mit mindestens 500000 Euro pro Fahrer und Saison kalkulieren. Richtig teuer wird es in der MotoGP-WM. Dennoch gibt es hier weniger Probleme, da die Kosten für die Viertakter nicht beim Fünffachen der Zweitakter liegen und die meisten Hersteller kräftig mitzahlen. Mit dem Einstieg von Kawasaki und Ducati und einigen Toppiloten aus der Superbike-Szene kann man auch auf einige neue Sponsoren hoffen.

Grand Prix Australien (Archivversion)

Rennen 125 cm3 Fahrer (Nation) Maschine Zeit (Min) WM-Stand1. Manuel Poggiali (RSM) Gilera 38:09,028 Vincent 2532. Lucio Cecchinello (I) Aprilia - 0,252 Poggiali 2453. Pablo Nieto (E) Aprilia - 0,310 Pedrosa 2184. Arnaud Vincent (F) Aprilia - 0,414 Cecchinello 1725. Daniel Pedrosa (E) Honda - 0,575 Jenkner 1576. Simone Sanna (I) Aprilia - 4,615 Nieto 1297. Steve Jenkner (D) Aprilia - 15,861 Sanna 1048. Masao Azuma (J) Honda - 20,544 Azuma 1019. Joan Olivé (E) Honda - 20,833 Kallio 7810. Andrea Dovizioso (I) Honda - 21,168 Borsoi 7611. Andrea Ballerini (I) Aprilia - 27,012 De Angelis 7412. Stefano Perugini (I) Italjet - 31,645 Olive 6913. Youchi Ui (J) Derbi - 32,386 Ui 6514. Hector Barbera (E) Aprilia - 38,047 Giansanti 4215. Mirko Giansanti (I) Honda - 38,117 Dovizioso 4218. Klaus Nöhles (D) Honda - 56,689Trainingsbestzeit: Poggiali in 1:38,632 = 162,348 km/hSchnellste Rennrunde: Pedrosa in 1:37,983= 163,424 km/h Schnitt des Siegers: 160,895 km/hRennen 250 cm3:Fahrer (Nation) Maschine Zeit (Min) WM-Stand1. Marco Melandri (I) Aprilia 39:44,293 Melandri 2732. Fonsi Nieto (E) Aprilia - 0,007 Nieto 2413. Sebastian Porto (RA) Yamaha - 5,766 Rolfo 1994. Roberto Rolfo (I) Honda - 16,042 Elias 1725. Toni Elias (E) Aprilia - 18,917 Porto 1726. Randy De Puniet (F) Aprilia - 18,985 Battaini 1337. Franco Battaini (I) Aprilia - 21,349 Locatelli 1088. David Checa (E) Aprilia - 39,582 De Puniet 1069. Alex Debon (E) Aprilia - 46,230 Alzamora 10410. Casey Stoner (AUS) Aprilia - 50,645 Matsudo 8411. Haruchika Aoki (J) Honda - 55,268 Stoner 6512. Jaroslav Hules (CZ) Yamaha - 55,288 Debon 6513. Emilio Alzamora (E) Honda - 1:07,391 Aoki 5414. Naoki Matsudo (J) Yamaha - 1:09,565 Yuzy 5315. Shahrol Yuzy (MAL) Yamaha - 1:09,973 Checa 5016. Dirk Heidolf (D) Aprilia - 1:10,270Trainingsbestzeit: Nieto in 1:33,904 = 170,523 km/hSchnellste Rennrunde: Melandri in 1:34,072 = 170,218 km/h Schnitt des Siegers: 167,898 km/hRennen MotoGP:Fahrer (Nation) Maschine Zeit (Min) WM-Stand1. Valentino Rossi (I) Honda 42:02,041 Rossi 3352. Alex Barros (BR) Honda - 9,782 Biaggi 1993. Tohru Ukawa (J) Honda - 11,134 Ukawa 1984. Daijiro Kato (J) Honda - 11,327 Barros 1795. Jurgen vd. Goorbergh (NL) Honda - 11,414 Checa 1416. Max Biaggi (I) Yamaha - 20,937 Abe 1237. Nobuatsu Aoki (J) Proton KR - 22,505 Capirossi 1098. Olivier Jacque (F) Yamaha - 26,642 Kato 1049. Kenny Roberts (USA) Suzuki - 26,692 Roberts 9910. Jeremy McWilliams (GB) Proton KR - 31,994 Jacque 7411. Carlos Checa (E) Yamaha - 34,563 Aoki 6312. Sete Gibernau (E) Suzuki - 38,827 Nakano 5813. Shinya Nakano (J) Yamaha - 45,418 Hopkins 5314. Tetsuya Harada (J) Honda - 52,542 Goorbergh 5115. Jose Luis Cardoso (E) Yamaha - 52,765 McWilliams 51Trainingsbestzeit: McWilliams in 1:31,919 = 174,205 km/hSchnellste Rennrunde: Rossi in 1:32,233 = 173,612 km/hSchnitt des Siegers: 171,426 km/h

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