Grand Prix compact (Archivversion) Der Konquistador

Die 250er-GP-Gemeinde fragt sich eigentlich nur noch, mit wie vielen Siegen Jorge Lorenzo dieses Jahr Weltmeister wird.

Jorge Lorenzo unterstrich seinen Anspruch auf die Weltherrschaft beim China-Grand-Prix, indem er die Stange seiner persönlichen Flagge nach dem Sieg in Shanghai ins Reich der Mitte rammte. Der 20-jährige Champion ist derart überlegen, dass er sich am Ende der 1,2 Kilometer langen Geraden auch einen Verbremser leisten konnte. Die fünf kurzfristig geflüchteten Gegner fing der Spanier schnell wieder ein und holte sich den dritten Sieg im vierten Rennen.
Schon jetzt bejubelt Spanien eine makellose Statistik: 15 GP-Siege, so viel wie Spaniens erster 250er-Weltmeister Sito Pons, dazu 20 Pole Positions. Abgesehen von Honda-Star Andrea Dovizioso, der sich vor zwei Wochen in Istanbul heldenhaft an der roten Fortuna-Aprilia vorbeigebremst hatte, konnte Lorenzo bislang noch niemand gefährlich werden. Allerdings könnte sich das bald ändern: Sein spanischer Landsmann Alvaro Bautista hat den Aufstieg von der 125er-Klasse glänzend bewältigt, wurde in Shanghai zum zweiten Mal Zweiter und legte nach Motoraussetzern in der ersten Runde eine tolle Aufholjagd hin, die ihn von den Rundenzeiten her in gefährliche Nähe von Lorenzo gebracht hätte. Der zweite talentierte Aufsteiger, Mika Kallio, führte den Lauf in Shanghai auf seiner KTM zwei Runden lang an, zahlte dann aber den Handlingproblemen mit vollem Benzintank Tribut und wurde am Ende Fünfter.

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