Grand Prix Deutschland Sachsenring (Archivversion) 125er

Tomomi Manako feierte das Happy-End eines dramatischen Thrillers. Steve Jenkner wurde ebenfalls kräftig umjubelt.

Steve Jenkner wurde von der Liebe seiner Fans und der Neugier der Medien fast erdrückt. »Seit Montag war ich im Dauerstreß«, so der Lokalmatador aus Hohenstein-Ernstthal. »Der Druck war riesig, und selbst auf der Strecke fiel es mir schwer, mich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Im Abschlußtraining fuhr ich nach ein paar Chaosrunden an die Box, tankte fünf Minuten neue Kraft und fing von vorn an.« Die sächsische Nachwuchshoffnung qualifizierte sich als Zehnter, kam im Rennen prächtig vom Start weg, und die Fans aus seiner Heimat feierten den achtplazierten fast wie einen Sieger. «Leider hatte ich ziemliches Fahrwerksrattern. In den Reifen hat´s zwei eigroße Flecken aufgefetzt«, beschrieb Steve Jenkner die einzigen Schwierigkeiten. »Als Arnaud Vincent überholte, hatte ich keine Chance dranzubleiben und fuhr alleine weiter. Eigentlich war´s ab dem Moment langweilig.« An der Spitze überschlugen sich dafür die Ereignisse. Zunächst führte Yamaha-Kurz-Pilot Youichi Ui, stürzte aber in Runde zehn wegen eines Schaltfehlers auf Rang vier ab. Marco Melandri und Tomomi Manako hatten das Kommando übernommen, bewachten sich aber so zögerlich, daß Kazuto Sakata aufschließen und nach vorn stoßen konnte. Allerdings begrub auch der WM-Leader seine Siegchance im Kiesbett, rappelte sich aber wieder auf und mühte sich mit schmerzendem Knöchel als Siebter über die Linie. Nun war Melandri wieder unangefochten vorn, warf seine Benetton-Honda trotz mehrerer Längen Vorsprung aber in der letzten Runde weg und wurde am Ende noch 13. Glücklicher Sieger war damit UGT 3000-Pilot Tomomi Manako.

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