Grand Prix England (Archivversion) Halbzeitbilanz

Acht von 16 Grand Prix sind bestritten. Zeit, Bilanz zu ziehen.

Halbzeit in der Motorradweltmeisterschaft. Was war los bisher? Honda hatte bereits die Wintertests dominiert, anschließend die ersten acht Rennen gewonnen, davon Valentino Rossi allein sieben. Die Schlagkraft dieses Gesamtpaketes ist erschreckend. Und dann sitzt auch noch der »Doktor« auf dem Überflieger. Yamaha bringt jedes Rennen neue Teile für die M1 und wird so permanent besser – nur halt noch nicht gut genug. Suzuki dreht sich im Kreis. Die späte Entscheidung, schon 2002 den Viertakter einzusetzen, erfordert die Weiterentwicklung während der Saison. Dies und der Reifenwechsel von Dunlop zu Michelin erschweren die Situation zusätzlich. Aprilia ist das Unternehmen MotoGP sehr aggressiv angegangen – sehr viel Hightech wie elektronischer Gasgriff, pneumatisch unterstützte Ventile, extrem hohe Drehzahlen und Spitzenleistung. Vieles musste wieder abgerüstet werden, um das Motorrad fahrbarer zu machen. Dazwischen finden sich immer wieder einige 500er-Zweitakt-Piloten. Zwar mit sehr unterschiedlichen Resultaten, aber alle mit dem Ziel, spätestens 2003 ebenfalls einen Viertakter zu fahren. Die 250er-Klasse hat an Speed verloren, die Top-Piloten sind in die Königsklasse aufgestiegen. Dafür wittern jetzt Mittelfeld-Fahrer ihre Chance. Und einige junge, viel versprechende Talente sind kurz vor dem Sprung in die Spitze. Die Gefahr besteht allerdings, dass die Serie zum Aprilia-Cup verkommt.Zur Sache geht es immer noch in der 125er-Klasse. Da wird gekämpft, gerempelt, gestürzt. Technisch ist die Achtelliter-Klasse sehr ausgewogen, und die Spannung bleibt in den Rennen bis zur letzten Sekunde bestehen. Das Ganze auch noch mit erfolgreicher Beteiligung durch Steve Jenkner.

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