Grand Prix Frankreich (Archivversion) Die Deutschen: WM-Punkte in allen Klassen

Aprilia-Pilot Ralf Waldmann rückte nachträglich sogar noch auf Platz vier vor.

Vorsichtig aus dem Mittelfeld gestartet und mit gewohnter Tapferkeit nach vorn gefahren, mußte Ralf Waldmann nach Rennende zunächst um seinen fünften Platz bei den 250ern bangen - der sechstplazierte Engländer Jason Vincent hatte gegen Waldi wegen Überholens bei gelber Flagge protestiert. Einen Videobeweis fand die Rennleitung nicht und ließ den Deutschen straffrei laufen. Beim Sichten der TV-Bilder wurde jedoch ein Verstoß von Franco Battaini entdeckt, der dafür fünf Strafsekunden bekam - plötzlich war Waldi Vierter. Deutschlands große 250er Nachwuchshoffnung Alex Hofmann sauste nach einer Runde als Elfter an seiner Boxentafel vorbei. »Ich konnte das Tempo meiner Gruppe zwar nicht ganz halten, bin meine Zeiten anschließend aber konstant bis zum Ende durchgefahren«, schilderte Alex und verbuchte, auch dank einer Vielzahl prominenter Ausfälle, am Ende einen tollen achten Platz. Das war auch das Ergebnis von Steve Jenkner bei den 125ern. »Um ganz nach vorn zu kommen, fehlen mir noch zwei, drei Zehntel pro Runde«, analysierte Jenkner. »Doch ich weiß, wo die stecken. Am Freitag hatten wir mechanische Probleme mit Motorpassungen, deshalb waren wir am Samstag beim Abstimmen einen Schritt hinterher, und im Rennen hat prompt der Hinterreifen abgebaut.« Reinhard Stolz faßt im italienischen Polini-Team immer besser Tritt und hätte mit Sicherheit Punkte erbeutet, wenn ihm nicht die trudelnde Maschine des gestürzten Max Sabbatani in die Quere gekommen wäre. Bernhard Absmeier fuhr seinen 17. Platz ohne solche Zwischenfälle nach Hause. Halbliter-Privatfahrer Markus Ober wurde der Start zum Verhängnis: Gleich in der ersten Kurve von Jose-Luis Cardoso und Michael Rutter umgerissen, fuhr er dem Feld tapfer hinterher und wurde am Ende mit zwei Punkten belohnt.

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