Grand Prix Italien (Archivversion)

Aus für HafenegerEnde mitSchreckenSeit Saisonbeginn hatten sich fahrerische Defizite des GP-Einsteigers, technische Mängel seiner Honda und atmosphärische Störungen im Team zu einer unheilvollen Mischung zusammengebraut. Am Samstagnachmittag kam es in Mugello zwischen Phillipp Hafeneger und seinem belgischen Teamchef Olivier Liegois dann zur endgültigen Trennung. »Es ist aus. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende«, erklärte der 17-Jährige, der sich mit nur einem Mechaniker und einer schlecht laufenden Maschine im Stich gelassen fühlte. »Auch Jarno Müller oder Katja Poensgen haben eine Aufbauphase gebraucht, bis sie sich in der WM warm gefahren haben. Von einer solchen Betreuung konnte ich nur träumen!« Hafeneger will sich nun wieder mit einer 250er in der DM und EM für künftige Großtaten rüsten. »Ich werde in die WM zurückkehren, darauf gebe ich mein Wort«, schwor er. »So schnell gebe ich mich nicht geschlagen!«BMW-Boxer-CupDie Showwar hintenDer Belgier Stéphane Mertens, der Schweizer Pro-Superbike-Altstar Andreas Hofmann und der ehemalige Mugello-125er-Sieger und jetzige KTM-Testfahrer Peter Öttl lieferten sich beim BMW-Boxer-Cup einen packenden Dreikampf, aus dem die alternden Helden verschwitzt, aber glücklich zurückkehrten. Halbliter-Exweltmeister Kevin Schwantz hatte bis vier Runden vor Schluss seinen Spaß, wurde im Getümmel abgedrängt und donnerte ins Kiesbett. Fernsehkommentator und MOTORRAD-Tester Jürgen Fuchs fuhr allein an fünfter Stelle und ließ sich aus Langeweile in die Verfolgergruppe zurückfallen. »Randy Mamola hat uns VIP-Gastfahrern vorgeschlagen, die da vorn fahren zu lassen – und unsere Show hinten abzuziehen!«GP1-ViertakterPremiere inBarcelonaYamahas Prototyp für die kommende Viertakt-Ära im GP-Sport feiert bereits beim Katalonien-Grand-Prix in Barcelona am 17. Juni Premiere: Eine halbe Stunde vor dem Start des 125-cm3-Rennens wird der Reihenvierzylinder erstmals in der Öffentlichkeit aufbrüllen und einige Demonstrationsrunden unter Testfahrer Norihiko Fujiwara absolvieren. Bislang haben auch Max Biaggi, Carlos Checa, John Kocinski, Kohji Nanba und Noriyuki Haga die Maschine ausprobiert. Honda beschränkt sich, ebenfalls am Sonntagmorgen, auf eine Enthüllung des Fünfzylinder-Motors, lässt dafür aber am Abend zuvor eine zünftige Party für die in Suzuka erreichte Zahl von 500 GP-Siegen steigen. Zu den Stargästen zählt alles, was bei Honda je Rang und Namen hatte – bis hin zu Toni Mang und Freddie Spencer.

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