Grand Prix Japan in Suzuka (Archivversion)

KTM 125Jede Menge ArbeitKinderkrankheiten begleiteten das Debüt des Offroad-Herstellers KTM im internationalen Straßensport. Bei der WM-Premiere des österreichischen 125er-Renners gab es zunächst Fahrwerksprobleme im Training, dann blieb Starpilot Arnaud Vincent, immerhin amtierender Weltmeister der Achtelliterklasse, im Rennen schon nach drei Runden mit einem gebrochenen Kolbenring liegen. Teamkollege Roberto Locatelli kam als 23. ins Ziel. Trotzdem zeigte sich Konstrukteur Harald Bartol optimistisch: »Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns, aber wir arbeiten in die richtige Richtung.«GP SuzukaSeit 1963Der erste Motorrad-GP in Suzuka fand bereits 1963 statt und wurde von Honda-Werksfahrer Jim Redman gewonnen. 1966 wurden die Rennen auf eine andere Strecke am Fuß des Mount Fuji verlegt. Vier Jahre später fiel das internationale Renngeschehen in Japan wegen des Rückzugs der Werke in einen Dornröschenschlaf. Erst 1987 kam es zum Comeback des Suzuka-Grand-Prix auf der umstrittenen, 5,859 Kilometer langen Strecke.Neue SchauplätzeChina undAmerikaDank der starken Präsenz amerikanischer Piloten – Honda-Star Nicky Hayden erbeutete bei seinem GP-Debüt auf Anhieb den siebten Platz – arbeitet WM-Promoter Dorna intensiv am Comeback des USA-Grand-Prix. Schon in der nächsten Saison soll einer der 16 WM-Läuife in Birmingham, Alabama, oder in Homestead, Florida, ausgetragen werden. 2005 soll dann der China-Grand-Prix folgen, entweder in Peking oder in Shanghai. In Österreich macht man sich außerdem Hoffnungen, den A1-Ring als GP-Schauplatz wiederbeleben zu können.Killer-VirusDie Angstging umDie Angst vor dem tödlichen asiatischen SARS-Virus erfasste auch das Grand-Prix-Fahrerlager. So wurden die Presseleute von Fortuna und Gauloises von ihren jeweiligen Büros zurückgepfiffen, als sie bereits am Flughafen aufs Einsteigen warteten. Aus dem gleichen Grund sagte Honda den Auftritt von Valentino Rossi bei einer Motorrad-Messe in Thailand ab.142,5 Kilo ohne TankSuzuki lightBei der technischen Abnahme waren eigentlich geheim gehaltene Daten wie das Gewicht der MotoGP-Maschinen mühelos in Erfahrung zu bringen. Ohne Tank, der je nach Modell 2,5 bis 3 Kilogramm wiegt, war die V4-Suzuki das Leichtgewicht mit 142,5 Kilogramm gefolgt von der Aprilia RS Cube mit 143. Mit Tank liegt die Aprilia immer noch um rund zehn bis elf Kilogramm über dem Dreizylinder-Mindestgewicht von 135 Kilo, hat im ersten Entwicklungsjahr aber bereits die Hälfte ihres Übergewichts abgespeckt. Auch die anderen Motorräder liegen nur wenig über ihrem Limit: Kawasaki 145, Honda 147, Ducati 148 und Yamaha 149 Kilogramm (alle ohne Tank).

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