Grand Prix Japan in Suzuka (Archivversion)

Triumph und Tragik

Ducatis sensationelles MotoGP-Debut beim WM-Start in Suzuka wurde vom schweren Unfall des Japaners Daijiro Katos überschattet.

Valentino Rossi gewann den Japan-Grand-Prix souverän, und auch MotoGP-Neuling Ducati hätte nach dem dritten Platz von Loris Capirossi ausgelassen feiern können. Doch nach dem Zieleinlauf herrschte statt Begeisterung nur allgemeine Bestürzung und Betroffenheit. Daijiro Kato war beim WM-Auftakt schwer verunglückt und lag in tiefem Koma. Regnerisches Wetter im Training hatte den 26-Jährigen auf den elften Startplatz zurückgeworfen. Bei Bilderbuchwetter am Renntag hatte Kato energisch auf Angriff geschaltet, war nach zwei Runden Sechster und kämpfte sich durch die Verfolgergruppe mit dem Ziel, die Lücke zu den drei Italienern Loris Capirossi, Valentino Rossi und Max Biaggi zu schließen.Doch Kato erlebte nicht einmal das Ende der dritten Runde. Eingangs der umgebauten, aber weiterhin berüchtigten Schikane vor Start und Ziel bog seine blaue Honda urplötzlich nach links in die notdürftig mit Schaumstoffpolstern ausgekleidete Betonmauer ab.Der Aufprall mit rund 200 km/h war so fürchterlich, dass Daijiro Kato mit zerborstenem Helm und gebrochenem Genick klinisch tot auf der Strecke liegen blieb. Im Ambulanzfahrzeug wurde mit verzweifelten Wiederbelebungsversuchen begonnen, doch erst 36 Minuten nach dem Eintreffen im Streckenhospital hatte man Herzschlag und Atmung so weit wieder hergestellt, dass Kato mit dem Helikopter ins Mie Medical Center in Yokkaichi gebracht werden konnte.Als Rennarzt Claudio Costa später im Pressezentrum unter Tränen von den schweren Kopf- und Brustkorbverletzungen berichtete, war klar, dass nur minimale Chancen auf eine Genesung bestanden. Neben einem schweren Blutgerinnsel im Gehirn waren der erste und zweite Halswirbel verschoben oder gebrochen. Selbst bei einer gewissen Besserung droht die Gefahr, dass Kato vom Hals abwärts gelähmt bleiben und kaum aus eigener Kraft wird atmen können. »Katos Verletzung ist so wie die von Reinhold Roth. Nur noch viel schlimmer”, bestätigte Costa in Erinnerung an den tragischen Unfall des deutschen GP-Stars, der 1990 bei Nieselregen in Rijeka mit voller Fahrt gegen einen langsam auf der Ideallinie einherrollenden Nachzügler geprallt war.Die genaue Ursache von Katos Sturz blieb unklar. Fernsehbilder gab es nicht, und wenn es sie gab, wurden sie von Promoter Dorna zurückgehalten. Auch Reifenspuren auf der Strecke, die Indikation eines blockierenden Rades, wurden nicht entdeckt.Deshalb entspannen sich die verschiedensten Versionen der Unfallursache. So wurde vermutet, Kato sei wegen eines elektronischen Gasgriffs gestürzt, der schon Valentino Rossis Teamkollege Nicky Hayden im Freitagstraining einen Sturz beschert habe. Möglicherweise sei abermals unvermutet das Gas offen geblieben.»Bullshit”, kommentierte ein Honda-Mechaniker spät am Sonntagabend mit einem nervenberuhigenden Glas Bier in der Hand. »Wir haben kein Drive-by- Wire-System, sondern ganz ordinäre Kabelzüge.” Und auch bei Katos Motorrad sei ein Defekt nach eingehendem Studium des Data Recording auszuschließen. Vielmehr war Kato nach dem letzten schnellen Linksknick, auf dem Weg zur Schikane, in einen Dreikampf verwickelt, bei dem sein ebenfalls ehrgeizig nach vorn drängelnder Teamkollege Sete Gibernau längsseits ging. Die beiden Motorräder scharrten aneinander, Gibernaus Maschine soll die Vorderbremse Katos berührt und auf diese Weise das Verhängnis ausgelöst haben, sagte einer der Konkurrenten. Ein anderer wollte Kato im Gras gesehen haben: Der plötzlich einsetzende Grip beim Wiedererreichen des Asphalts habe ein unkontrolliertes Schlingern ausgelöst.So unklar das genaue Geschehen, so klar war, wer keinerlei Schuld am Geschehen haben wollte: die Rennleitung, der Promoter und Sicherheitsexperte Franco Uncini. »Ein solcher Unfall in einer Bremszone hätte auf jeder anderen Strecke passieren können”, behauptete Renndirektor Paul Butler. Gefragt, auf welcher Rennstrecke sonst es nur wenige Meter neben Hochgeschwindigkeitsabschnitten solide Betonmauern gäbe, wusste er zunächst keine Antwort.Dass ihm dann das Wort Jerez herausrutschte, war ein klassischer Doppelfehler. Denn neben dem Ärger, den er sich mit dieser Bemerkung über die für alle Spanier und insbesondere Dorna-Chef Carmelo Ezpelta sakrosankte Jerez-Piste einhandelte, ist der Vergleich schlicht unwahr – es gibt im GP-Kalender keine vergleichbar gefährliche Strecke. An Suzukas Mauern haben sich ganze Generationen von Fahrern die Beine gebrochen. Das jüngste Opfer vor Kato war Marco Melandri, der am Freitag in einem Hochgeschwindigkeits-Rechtsknick nach der Haarnadelkurve in eine Mauer einschlug und neben einem gebrochenen Nasenbein und einem Knochenriss im rechten Oberschenkel komplizierte Verletzungen im rechten Knöchel davontrug – der Fuß wurde trotz Rennstiefel so weit abgeknickt, dass der amtierende 250er-Champion einen offenen Bruch mit verheerenden Bänderabrissen erlitt.Warum eine Entschärfung jener Kurve erst für das Jahr 2004 vorgesehen war, ist ebenso schwer zu verstehen wie die jüngsten Baumaßnahmen an der Schikane vor Start und Ziel. Das Layout wurde dort mit einer zusätzlichen Kurve so geändert, dass die Piloten nun mit weniger Tempo auf den Zielknick hinausbeschleunigen. Der Abstand zur Streckenbegrenzung, vor allem beim Anbremsen, blieb aber gleich. Freilich geben nicht nur Sicherheitsoffizier Franco Uncini, sondern auch die betroffenen Piloten selbst in Sicherheitsfragen eine meist traurige Figur ab. Als Valentino Rossi nach dem Melandri-Unfall Uncini mit ultimativen Forderungen konfrontieren wollte, fehlte von seinen Rennfahrerkollegen jede Spur. «Die anderen haben mich im Stich gelassen”, wetterte er und ergänzte: »Am liebsten würde ich nie mehr hierher zurückkehren. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, denn diese Strecke ist einer meiner Lieblingskurse. Doch er ist sehr gefährlich. Rundherum ist diese Mauer fest im Asphalt verankert, an vielen Stellen gibt es keine Ausweichmöglichkeit. Deshalb hoffe ich, dass die Werke, die Teamvereinigung IRTA und die Dorna eine Entscheidung fällen. Sonst treten wir Fahrer in Aktion. Wir dürfen nicht nach Suzuka zurückkehren!” Kenny Roberts junior forderte gar, es müssten Köpfe rollen wegen der Geschehnisse am Wochenende. «Jeder, der hier gestürzt ist, ist gegen irgendeine Wand geknallt. Das, was passiert ist, musste irgendwann passieren”, stellte er fest. Katos Teamkollege Sete Gibernau saß nach dem Rennen als Häufchen Elend in der Box und weinte in seinen Helm. »Es ist gegen jeden gesunden Menschenverstand, einen Meter neben der Piste eine Mauer aufzustellen”, meinte er. »Schon am Donnerstag habe ich zusammen mit Rossi erklärt, dass es hier Punkte gibt, wo das Motorrad geradewegs auf eine Mauer zudeutet. Wir Fahrer machen uns das nur nicht klar, weil wir auf die nächste Kurve konzentriert sind. Wir haben Geschosse, die in zwei Sekunden von 0 auf 100 und in dreieinhalb von 0 auf 200 beschleunigen. Die Rennstrecken müssen dem entsprechen!” Ein Ende der Leistungsexplosion ist vorläufig nicht in Sicht. Waren die besten Werksmaschinen bei den IRTA-Tests in Barcelona noch ebenbürtig, so legte Honda im Schock über die Bestzeit von Ducati-Werkspilot Loris Capirossi deutlich nach. »In Barcelona konnte ich mitfahren. Hier in Suzuka kann ich mich nicht einmal im Windschatten halten – Rossi zieht gnadenlos davon”, schlug Yamaha-Star Alex Barros schon bei den Suzuka-Tests eine Woche vor dem Grand Prix Alarm.In der Qualifikation herrschte bereits ab Freitagnachmittag launisches, regnerisches Wetter, das es den Piloten nicht erlaubte, nach neuen Abstimmungsvarianten zu suchen. Als am Sonntagmorgen wieder die Sonne schien, gab Barros im Warm-up zu ungeduldig Gas und stürzte in jener schnellen Rechtskurve, in der es am Freitag bereits Melandri erwischt hatte.Auch Barros schlug in die Streckenbegrenzung ein, wobei sein linkes Knie überdehnt wurde. Die Folge: üble Bänderzerrungen und Knorpelverletzungen. Obwohl er kaum gehen konnte, kämpfte er sich als bester Yamaha-Pilot auf Rang acht. Trotz des tollen sechsten Platzes von Colin Edwards auf der Dreizylinder-Aprilia gibt es im Moment nur ein Werk, das Honda das Wasser reichen kann. Ducati-Star Loris Capirossi zischte vom 15. Startplatz binnen einer Runde wie ein geölter Blitz in Führung und gab bis in die fünfte Runde hinein den Ton an, bevor er von Rossi und wenig später Max Biaggi eingefangen wurde. Bis zum Zieleinlauf verlor Capirossi trotzdem nur acht Sekunden und sicherte sich beim Renndebüt der Desmosedici einen sensationellen Podestplatz.Weil Troy Bayliss die Mannschaftsleistung durch den fünften Platz untermauert hatte, herrschte bei Ducati so viel an eitler Freude, wie es die tragischen Umstände zuließen. »Das ist am oberen Ende unserer Erwartungen”, grinste Ducati-Rennchef Claudio Domenicali. »Das Wetter hat uns das Training vermiest, wir konnten nicht so viel über die Strecke lernen, wie wir eigentlich wollten. Beide Fahrer standen in der vierten Reihe, doch ihre Starts waren einfach unglaublich.”Das «großartige Resultat im Hinterhof der japanischen Werke” entzückte auch Ducati-Präsident Federico Minoli, während bei Honda bereits über eine weitere Nachrüstung sinniert wurde. Neben zusätzlichem Tuning der V5-Maschine laufen bereits ein V6 und ein V3 auf dem Prüfstand, noch in diesem Jahr sollen entsprechende neue Prototypen getestet werden. Die einzige Leistungsdrossel ist der auf 24 Liter limitierte Kraftstofftank. So ruckelte die Kawasaki von Andrew Pitt, der sich mit seinem australischen Teamkollegen Garry McCoy ein Duell um Platz 16 lieferte, mit Ach und Krach und den letzten Benzintropfen über die Distanz, und in der Auslaufrunde blieb die Honda von Valentino Rossi stehen. Der Sieger kehrte winkend auf dem Heckbürzel von Noriyuki Haga in die Boxengasse zurück.
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Grand Prix Japan in Suzuka (Archivversion)

KTM 125Jede Menge ArbeitKinderkrankheiten begleiteten das Debüt des Offroad-Herstellers KTM im internationalen Straßensport. Bei der WM-Premiere des österreichischen 125er-Renners gab es zunächst Fahrwerksprobleme im Training, dann blieb Starpilot Arnaud Vincent, immerhin amtierender Weltmeister der Achtelliterklasse, im Rennen schon nach drei Runden mit einem gebrochenen Kolbenring liegen. Teamkollege Roberto Locatelli kam als 23. ins Ziel. Trotzdem zeigte sich Konstrukteur Harald Bartol optimistisch: »Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns, aber wir arbeiten in die richtige Richtung.«GP SuzukaSeit 1963Der erste Motorrad-GP in Suzuka fand bereits 1963 statt und wurde von Honda-Werksfahrer Jim Redman gewonnen. 1966 wurden die Rennen auf eine andere Strecke am Fuß des Mount Fuji verlegt. Vier Jahre später fiel das internationale Renngeschehen in Japan wegen des Rückzugs der Werke in einen Dornröschenschlaf. Erst 1987 kam es zum Comeback des Suzuka-Grand-Prix auf der umstrittenen, 5,859 Kilometer langen Strecke.Neue SchauplätzeChina undAmerikaDank der starken Präsenz amerikanischer Piloten – Honda-Star Nicky Hayden erbeutete bei seinem GP-Debüt auf Anhieb den siebten Platz – arbeitet WM-Promoter Dorna intensiv am Comeback des USA-Grand-Prix. Schon in der nächsten Saison soll einer der 16 WM-Läuife in Birmingham, Alabama, oder in Homestead, Florida, ausgetragen werden. 2005 soll dann der China-Grand-Prix folgen, entweder in Peking oder in Shanghai. In Österreich macht man sich außerdem Hoffnungen, den A1-Ring als GP-Schauplatz wiederbeleben zu können.Killer-VirusDie Angstging umDie Angst vor dem tödlichen asiatischen SARS-Virus erfasste auch das Grand-Prix-Fahrerlager. So wurden die Presseleute von Fortuna und Gauloises von ihren jeweiligen Büros zurückgepfiffen, als sie bereits am Flughafen aufs Einsteigen warteten. Aus dem gleichen Grund sagte Honda den Auftritt von Valentino Rossi bei einer Motorrad-Messe in Thailand ab.142,5 Kilo ohne TankSuzuki lightBei der technischen Abnahme waren eigentlich geheim gehaltene Daten wie das Gewicht der MotoGP-Maschinen mühelos in Erfahrung zu bringen. Ohne Tank, der je nach Modell 2,5 bis 3 Kilogramm wiegt, war die V4-Suzuki das Leichtgewicht mit 142,5 Kilogramm gefolgt von der Aprilia RS Cube mit 143. Mit Tank liegt die Aprilia immer noch um rund zehn bis elf Kilogramm über dem Dreizylinder-Mindestgewicht von 135 Kilo, hat im ersten Entwicklungsjahr aber bereits die Hälfte ihres Übergewichts abgespeckt. Auch die anderen Motorräder liegen nur wenig über ihrem Limit: Kawasaki 145, Honda 147, Ducati 148 und Yamaha 149 Kilogramm (alle ohne Tank).

Grand Prix Japan in Suzuka (Archivversion) - Schwarzer Tag

Katos Crash war das erste schwere Unglück im Grand-Prix-Sport nach fast neun Jahren. Der Familie des japanischen Honda-Piloten bleibt derzeit nur die Hoffnung.
Daijiro Kato gewann dreimal den 250er-Grand-Prix von Suzuka und sicherte seiner Hausmarke Honda außerdem zweimal den Sieg bei den prestigeträchtigen Acht Stunden von Suzuka. Der bisherige Höhepunkt in der Karriere des 26-jährigen Fliegengewichts – Kato bringt bei 162 Zentimeter Körpergröße nur 51 Kilogramm auf die Waage – war der Gewinn der 250er-Weltmeisterschaft 2001. Seither wurde er von Honda zum Herausforderer von Valentino Rossi aufgebaut und erhielt 2002 als erster Pilot außerhalb des offiziellen Werksteams eine Fünfzylinder-RC 211 V. Abseits der Rennpiste war der schweigsame, aber stets liebenswürdige Japaner vor allem für seine unerschütterliche Ruhe und seine Fähigkeit, in den letzten Minuten vor einem Rennen noch ein Schläfchen einzulegen, bekannt. Kato ist verheiratet und hat einen zweijährigen Sohn namens Ikko, seine Frau Makiko brachte vor zwei Wochen außerdem ein Mädchen zur Welt. Daijiros Familie bleibt derzeit nur die Hoffnung: Am Montag nach dem Suzuka-GP hatten sich der Herzschlag und der Blutdruck weiter stabilisiert.Katos Unfall ist das schwerste Unglück im Motorrad-GP-Sport seit dem Tod von Seitenwagenpassagier Simon Prior beim Hockenheim-GP 1994. 1993 war der japanische 250er-Pilot Noboyuki Wakai bei einem Boxengassenunfall in Jerez gestorben, im gleichen Jahr hatte Halbliter-Champion Wayne Rainey bei seinem Sturz in Misano seine Querschnittslähmung erlitten. 1990 hatte sich 250er- Vizeweltmeister Reinhold Roth bei einem Zusammenstoß in Rijeka schwere Kopfverletzungen zugezogen. Der deutsche GP 1989 in Hockenheim war vom tödlichen Unfall des Aprilia-Piloten Ivan Palazzese überschattet worden.

Grand Prix Japan in Suzuka (Archivversion) - Ganz nah dran

Steve Jenkner verpasste seinen ersten GP-Sieg denkbar knapp und wurde am Ende Dritter. Katja Poensgen kam als 20. ins Ziel, ihre deutschen 250er-Kollegen stürzten.
Im einzigen Training der 125er kam Steve Jenkner nur auf den 13. Startplatz, weil sich seine Aprilia anfühlte, «als sei ein Schwamm unter dem Sitz”. Im Rennen kämpfte der Sachse dann aber doch in der Spitzengruppe mit und hatte eingangs der Schikane in der letzten Runde sogar die Nase vorn. «Lucio Cecchinello und Stefano Perugini sind kollidiert und von der Piste abgekommen. Ich bin beim Versuch, Distanz zu halten, zwar fast selbst in den Straßengraben gefahren, lag danach aber trotzdem vorn”, schilderte Jenkner. «In der Schikane hat sich Stefano dann wieder innen reingepresst. Ich habe ihn zu spät gesehen und musste aufmachen. Doch immerhin, bis so kurz vor dem Ziel war ich noch nie vorne – ich denke, demnächst wird es auch mal bis zum Zielstrich klappen”, kommentierte er seinen dritten Platz. Dass am Renntag überhaupt die Wende zum Guten glückte, war einem Frühstück mit Aprilia-Renndirektor Jan Witteveen zu verdanken, bei dem sich Jenkner die Modifikationen am neuen Aprilia-Fahrwerk im Detail erklären ließ. «Ein Großteil meiner Schwierigkeiten lag an der Umstellung von White Power auf Öhlins. Während ich von WP gewohnt war, möglichst viel Federweg zu nutzen, arbeiten die Öhlins-Federelemente mit einem Drittel weniger optimal. Weil ich das nicht wusste und immer den vollen Federweg nutzen wollte, hatte ich hinten den Schwamm drinne!”Während Perugini und Giansanti Jenkner den Sieg vor der Nase wegschnappten, leistete sich Cecchinello einen weiteren Ausritt und kürzte die Schikane ab, was ihm zunächst 30 Strafsekunden und den achten Platz einbrachte. Am Ende zeigte die Rennleitung aber Gnade und gab Cecchinello jenen vierten Platz, den er auch ohne seine Abkürzung erreicht hätte.In der 250er-Klasse holte sich Aprilia-Werkspilot Manuel Poggiali einen klaren Sieg, während der spanische Aprilia-Star Fonsi Nieto mit Platz sechs zufrieden sein musste und sein Teamkollege Toni Elias nach mehreren Kolbenklemmern mit einem Motorschaden stehen blieb. Auch Christian Gemmel verpasste das Ziel, hatte bei seinem Grand-Prix-Debüt aber bis zur vorletzten Runde als 16. tapfer mitgehgalten, bevor ihm im Kampf gegen Jakub Smrz und Eric Bataille des Vorderrad wegrutschte. »Natürlich hätte ich das Rennen gerne beendet. Doch die Bilanz ist trotzdem positiv – ich habe bewiesen, dass ich mitfahren kann”, meinte der Idar-Obersteiner. Nicht einmal eine Runde dauerte dagegen der Kampf von Dirk Heidolf. Von einem frühen Bremsmanöver des Franzosen Erwan Nigon aus dem Konzept und von der Ideallinie gebracht, ging dem Aprilia-Germany-Piloten die Fahrbahn aus.Angesichts der Stürze ihrer beiden deutschen Klassenkameraden war Katja Poensgen im Anschluss an ihren sicheren Zieleinlauf an 20. Stelle natürlich obenauf. »Ich bin die schnellste Deutsche”, gluckste sie. »Hier zu Ende zu fahren war ein Training, das ich auf dieser Maschine dringend gebraucht habe. Endlich bin ich an dem Punkt, wo das Fahrwerk angefangen hat zu arbeiten. Darauf lässt sich aufbauen!”

Grand Prix Japan in Suzuka (Archivversion)

Rennen 125 cm3 Fahrer (Nation) Maschine Zeit (Min) WM-Stand1. Stefano Perugini (I) Aprilia 40:53,083 Perugini 252. Mirko Giansanti (I) Aprilia - 0,037 Giansanti 203. Steve Jenkner (D) Aprilia - 1,033 Jenkner 164. Lucia Cecchinello (I) Aprilia - 6,701 Cecchinello 135. Andrea Dovizioso (I) Honda - 8,594 Dovizioso 116. Youichi Ui (J) Aprilia - 8,940 Ui 107. Pablo Nieto (E) Apriia - 9,083 Nieto 98. Daniel Pedrosa (E) Honda - 22,993 Pedrosa 89. Thomas Lüthi (CH) Honda - 33,708 Luthi 710. Gino Borsoi (I) Aprilia - 34,234 Borsoi 611. Mika Kallio (FIN) Honda - 34,280 Kallio 512. Simone Corsi (I) Honda - 35,245 Corsi 413. Max Sabbatani (I) Aprilia - 35,818 Sabbatani 314. Gabor Talmacsi (HUN) Aprilia - 35,945 Talmacsi 215. Gioele Pellino (I) Aprilia - 36,307 Pellino 1Trainingsbestzeit: De Angelis in 2:15,417 = 154,828 km/hSchnellste Rennrunde: Perugini in 2:14,282 = 156,137 km/h Schnitt des Siegers: 153,845 km/hRennen 250 cm3Fahrer (Nation) Maschine Zeit (Min) WM-Stand1. Manuel Poggiali (RSM) Aprilia 41:36,284 Poggiali 252. Hiroshi Aoyama (J) Honda - 1,373 Aoyama 203. Yuki Takahashi (J) Honda - 1,496 Takahashi 164. Sebastian Porto (RA) Aprilia - 1,700 Porto 135. Franco Battaini (I) Aprilia - 1,771 Battaini 116. Fonsi Nieto (E) Aprilia - 13,220 Nieto 107. Roberto Rolfo (I) Honda - 13,497 Rolfo 098. Naoki Matsudo (J) Yamaha - 14,027 Matsudo 089. Tekkyu Kaya (J) Yamaha - 24,546 Kayo 0710. Sylvain Guintoli (F) Aprilia - 42,722 Guintoli 0611. Alex Debon (E) Honda - 43,246 Debon 0512. Erwan Nigon (F) Aprilia - 47,871 Nigon 0413. Joan Olivé (E) Aprilia - 1:09,405 Olivé 0314. Johan Stigefelt (S) Aprilia - 1:09,779 Stigefelt 0215. Jakub Smrz (CZ) Honda - 1:21,048 Smrz 0120. Katja Poensgen (D) Honda - 1 RundeTrainingsbestzeit: Aoyama in 2:17,930 = 152,007 km/hSchnellste Rennrunde: Aoyama in 2:09,839 = 161,479 km/h Schnitt des Siegers: 159,581 km/hRennen MotoGPFahrer (Nation) Maschine Zeit (Min) WM-Stand1. Valentino Rossi (I) Honda 44:13,182 Rossi 252. Max Biaggi (I) Honda - 6,445 Biaggi 203. Loris Capirossi (I) Ducati - 8,209 Capirossi 164. Sete Gibernau (E) Honda - 13,209 Gibernau 135. Troy Bayliss (AUS) Ducati - 23,099 Bayliss 116. Colin Edwards (USA) Aprilia - 29,040 Edwards 107. Nicky Hayden (USA) Honda - 29,126 Hayden 098. Alex Barros (BR) Yamaha - 30,526 Barros 089. Shinya Nakano (J) Yamaha - 33,447 Nakano 0710. Carlos Checa (E) Yamaha - 40,200 Checa 0611. Norick Abe (J) Yamaha - 44,790 Abe 0512. Noriyuki Haga (J) Aprilia - 1:03,358 Haga 0413. John Hopkins (USA) Suzuki - 1:03,950 Hopkins 0314. Kenny Roberts (USA) Suzuki - 1:04,085 Roberts 0215. Olivier Jacque (F) Yamaha - 1:09,990 Jacque 01Trainingsbestzeit: Rossi in 2:06,838 = 165,300 km/hSchnellste Rennrunde: Rossi in 2:04,970 = 167,771 km/h Schnitt des Siegers: 165,949 km/h

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