Grand Prix Katalonien: Kurzbericht (Archivversion)

Bei bester Gesundheit

Die offizielle Entscheidung steht noch aus. Doch im Fahrerlager mehren sich die Stimmen, die an einen Einstieg von BMW in die MotoGP-Serie glauben. Die Saison 2005 soll als Entwicklungsjahr geplant sein, 2006 könnte der bayerische Hersteller zu einer Generalprobe bei einzelnen Läufen antreten. Wenn 2007 das von der Hersteller-Vereinigung MSMA vorgeschlagene neue Regelwerk mit einer Hubraumreduzierung auf 900 cm3, nach jüngsten Gedankenspielen von Yamaha möglicherweise auch auf 750 cm3, in Kraft tritt, könnte der Startschuss zur ersten offiziellen GP-Saison fallen. BMW Motorrad-Chef Dr. Herbert Diess will das Gummikuh-Image der Marke endgültig abstreifen und hält eine Teilnahme an der MotoGP-Weltmeisterschaft für ideal zur Vermarktung einer neuen Generation von Hightech-Modellen, deren erster Spross die neue K 1200 S ist.
Als Einstiegsszenario drängen sich im Wesentlichen drei Optionen auf. Erstens könnte BMW mit einem
eigenen Team antreten; einen separaten Startplatz hat Carmelo Ezpeleta, Chef der GP-Promotionagentur
Dorna, seit Beginn des neuen MotoGP-Systems für BMW reserviert. Eine Alternative wäre, ein komplett von BMW gebautes Motorrad einem etablierten Team anzuvertrauen. Sito Pons, der bei Honda wenig Zukunftschancen hat, hofft darauf ebenso wie Jorge Martínez Aspar, der als Manager mehrerer Teams in der 125er- und 250er-Klasse Erfolge feiert und in die Königsklasse drängt. Dritte Möglichkeit wäre, sich im Formel-1-Stil auf die Motorenkonstruktion zu beschränken und mit dem Team von Kenny Roberts senior zu arbeiten, das sein technisches Know-how mit Fahrwerken für verschiedene Hersteller bewiesen hat und als selbstständige Firma auch die Kosten einer MotoGP-Teilnahme schlüssig präsentieren kann. BMW wäre allerdings gut beraten, sich nicht so eng an einen Fahrwerkshersteller zu binden wie in der Formel 1, wo man sich lieber
heute als morgen von Williams verabschieden würde.
Ein Dreizylinder-Versuchsmotor existiert bereits. Gezeichnet von der Formel-1-Konstrukteurslegende Mauro Forghieri und gebaut bei Oral Engineering in Modena, erlebte er auf einem Flugplatz sogar schon seine Feuertaufe – mit Luca Cadalora im Sattel, der den Prototypen sofort als unfahrbar verdammte.
KTM-Konstrukteur Harald Bartol dazu: »Dieser Motor hat den gleichen Hub wie unser V4-Aggregat. Du kannst dir also vorstellen, wie die Bohrung aussieht.
Er dreht sicher 18000/min.“
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125 cm3 WM-Stand
Fahrer (Nation) Maschine Zeit (Min) Fahrer Punkte
1. Hector Barbera (E) Aprilia 41.17,986 Dovizioso 96
2. Andrea Dovizioso (I) Honda - 0,016 Barbera 74
3. Pablo Nieto (E) Aprilia - 0,342 Locatelli 73
4. Casey Stoner (AUS) KTM - 0,400 Stoner 68
5. Jorge Lorenzo (E) Derbi - 0,548 Nieto 55
6. Alvaro Bautista (E) Aprilia - 0,733 Jenkner 47
7. Marco Simoncelli (I) Aprilia - 7,907 Giansanti 45
8. Mike di Meglio (F) Aprilia - 10,793 Simoncelli 34
9. Mika Kallio (FIN) KTM - 13,431 Lorenzo 33
10. Mirko Giansanti (I) Aprilia - 13,513 Bautista 24
11. Mattia Pasini (I) Aprilia - 14,242 Borsoi 22
12. Steve Jenkner (D) Aprilia - 14,333 Kallio 21
13. Gioele Pellino (I) Aprilia - 16,209 Pasini 20
14. Julian Simon (E) Honda - 22,605 di Meglio 19
15. Angel Rodriguez (E) Derbi - 22,655 Simon 15

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Vom Barcelona-GP reiste Honda mit Katerstimmung ab – nicht nur wegen Gibernaus Niederlage, sondern auch wegen des Desasters im Repsol-Werksteam: Sturz von Barros, Loch im Kühler bei Hayden

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