Grand Prix Motegi/J (Archivversion)

Neue GP1-TeamsMZ undKawasakiCarmelo Ezpeleta und Mike Trimby, die Vertreter des WM-Vermarkters Dorna und der Teamvereinigung IRTA, gaben das Startfeld der künftig schlicht MotoGP genannten GP1-Klasse für 2002 bekannt. Die bereits seit August feststehenden sechs privaten Teams von Tech 3 (Gauloises-Yamaha), World Championship Motorsports (Red-Bull-Yamaha, Antena-3-Yamaha, West-Honda, Shell-Advance-Honda und Proton wurden um weitere sechs offizielle Werksteams ergänzt. Honda HRC erhielt neben dem Nummer-eins-Rennstall mit Valentino Rossi und Tohru Ukawa einen weiteren Teamplatz, den sich Fausto Gresini mit Daijiro Katoh sowie Erv Kanemotos Bridgestone-Team mit Jürgen van den Goorbergh teilen werden. Neben Marlboro Yamaha, Telefonica MoviStar Suzuki und Aprilia mit dem neuen Viertakt-Dreizylinder ist auch MZ mit zwei Fahrern nominiert. »Wir haben unser V4-Projekt ja bereits vor Monaten angekündigt. Die Finanzierung steht, bis zum Saisonbeginn 2002 werden auch die Motorräder fertig sein«, bestätigte MZ-Geschäftsführer Petr-Karel Korous. »Allerdings gilt das Arrangement für MZ vorläufig nur für ein Jahr«, hielt Ezpeleta fest. Denn 2003 treten mit Ducati und Kawasaki zwei weitere Konkurrenten für die begehrten Startplätze auf den Plan. Aprilia-TeamsTauziehenums GeldDie Aprilia-Verträge der Spanier Alex Crivillé für die GP1-Klasse und Toni Elias bei den 250ern sind noch keineswegs unter Dach und Fach. Aus Geldmangel will Aprilia erst die Sponsorenverträge auf dem Tisch liegen haben und fordert groteske Summen. Fünf Millionen Dollar sind bei Crivillés Sponsor Repsol gefragt, doch weil die Mineralölfirma nur die Hälfte dessen ausgeben will, ist ein Rücktritt des Exweltmeisters plötzlich wahrscheinlicher als ein Neuanfang. »Wenn der Aprilia-Vertrag nicht zustande kommt, hänge ich den Helm an den Nagel«, ließ der in Motegi abermals vernichtend geschlagene Crivillé wissen. Ebenso festgefahren sind die Verhandlungen für das Drei-Mann-Team Elias, Marco Melandri und Fonsi Nieto unter den Fittichen von Jorge Martínez »Aspar«: Als dem spanischen Großsponsor Telefonica MoviStar die Aprilia-Forderung von unfassbaren 1,4 Milliarden Peseten, über 15 Millionen Mark, für die drei Werks-250er präsentiert wurde, glaubte man dort, eine Null sei verrutscht. Mit Geld muss auch der Einsatz von Diego Giugovaz anstelle des gefeuerten Klaus Nöhles zu tun gehabt haben, denn der Italiener landete mit der kostbaren Werksmaschine nur auf Rang 25.

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