Grand Prix Spanien in Jerez (Archivversion) Parc fermé

FIM und EcclestoneGemeinsameZukunft?Bernie Ecclestone, neuer Steuermann des spanischen WM-Vermarkters Dorna, wird nun auch von der internationalen Motorradsport-Föderation FIM als starker Mann im GP-Sport akzeptiert. FIM-Präsident Francesco Zerbi erklärte in Jerez, er sei sich mit Ecclestone über die gemeinsame Marschrichtung einig geworden, und redete von einer möglichen Elefantenhochzeit zwischen FIM und dem Automobil-Weltverband FIA. »Künftig werden die verschiedenen Motorsportarten auf höchster Ebene zwischen FIA-Präsident Max Mosley und mir koordiniert. Motorrad-Grand Prix, Superbike-WM und Formel 1 werden die Stützpfeiler einer geeinsamen Zukunft sein«, erklärte Zerbi.Bislang ging Ecclestone wenig rücksichtsvoll mit Konkurrenzserien um, weshalb sich Zerbi auch so umfassend wie möglich gegen einen Machtmißbrauch des britischen Formel 1-Königs absicherte. So bestand Zerbi nachdrücklich darauf, daß Ecclestone zwar das Marketing und die Fernsehrechte für die Dorna managen dürfe, die sportlichen und technischen Regularien jedoch von der Dorna wieder in die Hände der FIM übergehen müßten.Bislang hatte die Teamvereinigung IRTA diese Rechte als Statthalter der Dorna ausgeübt, ist nun aber endgültig entmündigt. »Dieser Weg ist falsch. Wenn alles in die Hände von Ecclestone gelegt wird, hat der Motorradsport keine Zukunft«, erklärte IRTA-Präsident Michel Métraux und berief für den Mugello-GP eine IRTA-Generalversammlung ein.Wild Card am RingHofmann aufWerks-SuzukiBeim Grand Prix am Nürburgring am 7. Juli geht der dreifache deutsche Superbike-Meister Andy Hofmann mit der offiziellen Werks-Suzuki RGV 500 an den Start. Gerüchte, Hofmanns Pro Superbike-Rivale Udo Mark werde nun auf einer offiziellen Yamaha YZR 500 ins Gefecht geschickt, bestätigte Mitsui Deutschland allerdings nicht. Sprecher Karl-Heinz Vetter: »Ein solches Motorrad ist nicht zu kriegen.«Waldis SchreckRollerexplodiertRalf Waldmann erlebte die erste Schrecksekunde schon am Tag vor Trainingsbeginn, als an seinem hingebungsvoll auf Tempo 120 getrimmten Aprilia-Roller die Fliehkraftkupplung explodierte. »Ich habe den Roller im Stand drehen lassen und mir angeschaut, wie die Automatik funktioniert. Plötzlich flog der Motor auseinander«, schilderte Waldi, der etliche blutende Wunden und einen verbrannten Oberschenkel davontrug. »Wahrscheinlich hatte der Motor zuviel PS. Jetzt kann ich ihn wegschmeißen.«Vier VerletzteGeister-JeepKaum war das 125-cm³-Rennen gestartet, rollte ein herrenloser Nissan Patrol der »Guardia Civil« ohne Handbremse den Abhang hinter der ersten Spitzkehre hinunter. Der Geister-Jeep mähte einen Zaun sowie mehrere Zuschauer nieder und landete in einem Graben. Die Bilanz: vier Verletzte, davon einer mit Becken- und Beinbrüchen.Biaggis PechMotorhomeblieb stehenAuf Anraten von Kevin Schwantz kaufte sich Max Biaggi ein 16 Meter langes amerikanisches Motorhome. Das 600000 Dollar teure Gefährt wurde im Hafen von Venedig gelöscht, doch vorläufig mußte der Aprilia-Star auf den Luxus verzichten: Bei der Anreise nach Jerez kam das gute Stück keine 300 Kilometer weit und blieb bereits in Genua mit Motorschaden stehen.ThunderbikesScheschosSorgenIm ersten Lauf zur Thunderbike-Trophy für Serien-600er donnerte der neue Rubatto-Kawasaki-Star Stefan Scheschowitsch wegen einer schlecht abgestimmten Vordergabel nur auf den enttäuschenden elften Platz. Das Fotofinish um den Sieg gewann der Franzose William Costes (Honda) um eine Zehntelsekunde vor seinem Landsmann Adrien Morillas (Yamaha).

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote