Grand Prix Südafrika (Archivversion) Rote Karte für Harris-WCM

Die technische Kommission der internationalen Motorradsportföderation FIM hat Harris-WCM aus der MotoGP-WM ausgeschlossen. Teammanager Peter Clifford konnte nie den im Februar geforderten Beweis dafür erbringen, dass es sich bei der britischen Maschine um einen waschechten Prototyp handelt. »Das Team lieferte technische Zeichnungen mit dem Verweis, das Motorrad sei noch nicht fertig, und eine Teilnahme an den ersten beiden Rennen sei nicht geplant«, hieß es in einer FIM-Presseerklärung. Dass Harris-WCM dann doch beim WM-Start in Japan auftauchte, rief die FIM-Techniker auf den Plan. In Südafrika verifizierten sie, was ohnehin jeder wusste: Für die auf dem Motorgehäuse der Yamaha R1 aufgebaute Maschine wurden Teile »industrieller Produktion« verwendet, was der Idee reinrassiger Prototypen in der MotoGP-Serie grundlegend widerspricht. Peter Clifford sieht die Sache anders: »Kurbelwelle, Kolben, Pleuel, Ventile, alle Leistungsteile sind von uns entwickelt, und selbst ein eigenes Gehäuse ist im Bau.« Ralf Waldmann dürfte insgeheim aufgeatmet haben, dass er schon nach dem ersten Test der Harris-WCM das Handtuch geworfen hatte.

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