Grand Prix Tschechien (Archivversion)

Kenny RobertsIn der KriseDie geplanten Suzuki-Tests nach dem Rennen in Brünn wurden abgesagt. Nicht nur, weil der technische Durchbruch mit zusätzlichen PS weiter auf sich warten lässt, sondern weil im Sog mangelnder Resultate das gesamte Team in die Krise gerät. Weltmeister Kenny Roberts fragte schon bei Shell Advance Honda-Teamchef Jeff Hardwick und bei Red Bull-Yamaha-Teammanager Peter Clifford nach einem Job und macht sich bei Suzuki geradezu vorsätzlich unbeliebt, womöglich, um bewusst seinen Vertrag zu brechen. Beim Brünn-Grand-Prix zeigte er sich als miserabler Verlierer und parkte seine voll funktionsfähige Maschine an der Box, kurz nachdem ihn Tohru Ukawa auf Platz sechs verdrängt hatte. David CoulthardMotorrad-FanFormel 1-Star David Coulthard besuchte zum ersten Mal einen Motorrad-Grand-Prix, schüttelte die Hände seiner West-Kollegen Loris Capirossi und Alex Barros und war vom Ambiente und der Action auf der Strecke begeistert. »Ich habe meine Karriere mit Motocross begonnen, sah aber schnell ein, dass mir Balance und Talent fehlten. Ich stürzte und brach mir ein paar Knochen. Daraufhin setzte ich mich in ein Auto«, gestand der McLaren-Mercedes-Pilot. »Offiziell ist mir das Motorradfahren heute zu gefährlich, aber inoffiziell besitze ich vier Stück. Für die Motorrad-GP-Piloten hege ich Respekt und Bewunderung. Ich bin beeindruckt, wie offen die Fahrer Talent, Mut und Können zur Schau stellen, statt wie wir tief in ein Rennauto geschnallt zu sein. Dass die Fahrer derart den Elementen ausgesetzt sind, macht den Speed besonders beeindruckend.« Katja PoensgenNeues TeamKatja Poensgens Zukunft ist nach der Trennung vom Racing-Factory-Team gesichert: Eine Woche vor dem Brünn-Grand-Prix unterschrieb die 24-jährige Renn-Lady einen bis Ende 2002 gehenden Vertrag mit dem australischen Shell Advance-Honda-Team, für das sie ab dem nächsten Lauf in Portugal eine RS 250 mit Werks-Kit steuern wird. »Wir haben ein richtig gutes Paket beisammen. Das Drehzahlband der Honda ist angeblich viel breiter, die Maschine also leichter zu fahren als die Aprilia. Ich freue mich darauf«, erklärte Katja. »Es ist die beste aller Lösungen«, ließ auch Papa Bert Poensgen wissen, »denn in diesem Team gibt es zwei 500er – und da wollen wir eines Tages hin!«

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