Grand Prix Tschechien (Archivversion)

Magen und KehlkopfSheenehat KrebsBarry Sheene besuchte im Juli den Donington-Grand-Prix und ließ sich während seines England-Aufenthaltes wegen Halsschmerzen untersuchen. Am 22. Juli erhielt der Halbliter-Weltmeister von 1976 und 1977 dann die vernichtende Diagnose: Kehlkopf- und Magenkrebs. »Ich habe Angst. Trotzdem werde ich diese Krankheit ebenso bekämpfen wie einst meine Gegner auf den Rennstrecken«, kündigte der 51-Jährige an, der am Ende seiner aktiven Laufbahn nach Australien geflüchtet war, um seine immer wieder durch spektakuläre Stürze zerschmetterten Knochen in einem warmen Klima pflegen zu können. Zu spät hatte Sheene, der früher bis zu 100 filterlose Zigaretten täglich inhalierte, in seiner neuen Heimat das Kettenrauchen aufgegeben.Tauziehen um CapirossiEdwardsbei DucatiWeil Honda den Einsatz in der Superbike-WM im kommenden Jahr zurückschraubt, unterschrieb Colin Edwards bei Ducati. Ob er dort in der Superbike-WM oder bei den MotoGP antritt, ist noch unklar. Auch Loris Capirossi bekam ein Ducati-Angebot: zwei Millionen Dollar jährlich für die MotoGP-WM. Kawasaki-Teamchef Harald Eckl zog finanziell nach, kann Capirossi aber keine Michelin-Reifen garantieren. Waldis AbschiedStress für JenknerLucio Cecchinello feierte seinen dritten Saisonsieg in der 125-cm3-Klasse. Sein Aprilia-Markengefährte Steve Jenkner kam nach einem hektischen Sonntagvormittag – nach Motorschaden im Warm-up musste ein Ersatztriebwerk eingebaut werden – auf den sechsten Platz. Das 250er-Rennen ging mit Marco Melandri ebenfalls an Aprilia. Ralf Waldmann beendete sein Comeback als Wild-Card-Pilot nach toller Aufholjagd von fünftletzter Stelle mit dem elften Rang. Weitere Einsätze sind vorerst nicht geplant.

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