Grand Prix Valencia/E (Archivversion)

RücktrittHaradaund UedaZwei japanische Superstars treten zurück. Tetsuya Harada, 250er-Weltmeister von 1993 und 17-facher GP-Sieger, scheiterte zuletzt mit seinem Versuch, auf einer Pramac-Honda NSR 500 in der MotoGP-Klasse Fuß zu fassen. »Meine Rivalen sind mir zu weit voraus. Ohne jede Chance auf die erste Startreihe hat es für mich keinen Sinn mehr, weiterzumachen«, schluchzte der 32-Jährige unter Tränen. Bei Nobby Ueda, der 1991 als Nobody in Suzuka seinen allerersten 125er- Grand-Prix gewann und dann nach Italien zog, um die Welt zu erobern, hat der Rücktritt medizinische Gründe. »Zu viele Verletzungen, zu viele Schmerzen. Ich muss meinen Körper in Ordnung bringen«, ließ der 35-Jährige wissen. In Mugello war 13-fache GP-Sieger von seiner Honda gestürzt und hatte einen Hüftbruch erlitten, von dem er sich bis heute nicht erholte.Neue 125erKTM undMalagutiEin Handschlag zwischen Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta und KTM-Geschäftsführer Stefan Pierer war der offizielle Startschuss zur KTM-Kampagne in der 125er-Weltmeisterschaft. Im November soll ein neuer, von dem österreichischen Konstrukteur Harald Bartol gebauter Membranmotor erste Prüfstandsläufe absolvieren, bei den traditionellen Februartests der Grand-Prix-Teams soll dann die komplette KTM 125 ihre Feuertaufe erleben. Der italienische Exweltmeister Roberto Locatelli steht bereits als erster Fahrer fest und hat laut Pierer die Chance, in das für 2004 geplante MotoGP-Team aufzusteigen, für den bis zum Sommer 2003 ein neuer V4-Motor entwickelt werden soll. Auch die italienische Rollerschmiede Malaguti wird in die Achtelliter-WM einsteigen – mit einem auf Basis der bewährten Honda RS 125 entwickelten Renner.Barros vor RossiZehn MeterspäterAlex Barros erbeutete in einem MotoGP-Herzschlagfinale den zweiten Sieg über Valentino Rossi. »Ich habe 110 Prozent gegeben, doch er hat zehn Meter später gebremst als normal«, staunte Weltmeister Rossi über seinen Widersacher, der sich für 2003 endgültig mit Yamaha einigte und für französische Tech 3-Team fahren wird . Lokalmatador und Vorjahressieger Sete Gibernau leistete sich bei seinem letzten Rennen auf Suzuki vor dem Wechsel ins Gresini-Honda-Team einen Ausritt und wurde Vorletzter, sein Teamkollege Kenny Roberts erlitt einen kapitalen Motorschaden. Andrew Pitt holte als Zwölfter die ersten WM-Punkte für Kawasaki.

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