Grand Prix-Viertakter (Archivversion) Honda testet schon

Nach dem Valencia-Grand-Prix begann für die Honda Racing Corporation die Zukunft: Unter strenger Geheimhaltung wurde in Japan der erste GP1-Viertakter für die Saison 2002 getestet. Allgemein wird damit gerechnet, dass Honda auf einen Multi-Zylinder-Motor verzichten und statt dessen die Ovalkolbentechnologie ausspielen wird. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein ultrakompakter, leichter V2 erreicht mit Ovalkolben die gleichen Drehzahlen wie eine breiter, schwerer V4. Bei Yamaha wird dagegen momentan mit einem radikal modifizierten Reihenvierzylinder auf Basis der R1 experimentiert. Ein Dreizylinder entsteht beim Schweizer Formel 1-Teamchef Peter Sauber, der von seinem Ferrari-V10-Motor im Prinzip ein Stück abschneidet. »Ein solcher Dreizylinder ist technisch der einfachste Weg, weil es für diese Zylindereinheiten rund um die Welt Know-how gibt - wie bei den Motorrad-Zweitaktern, wo alles auf 125 cm3 aufgebaut ist«, erklärt Swissauto-Konstrukteur Urs Wenger, der an der Ideenfindung beteiligt war. »Für Sauber liegt das Engagement auf der Hand, weil seine Sponsoren Petronas und Red Bull auch im Motorradsport vertreten sind. Trotzdem könnte es ein böses Erwachen geben, wenn man feststellt, wie wenig Geld im Motorradsport im Vergleich zur Formel 1 vorhanden ist«, betrachtet Wenger das Projekt aber auch mit Skepsis. Ein eigener Swissauto-Viertaktmotor ist zunächst nicht geplant.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote