Hämmer, Claus: Interview (Archivversion)

Schwabenleder-Boss Claus
Hämmer zur Pflege von
Leder-Motorradbekleidung.

Was sind die häufigsten Fehler bei der Pflege von Motorradbekleidung aus Leder?
Meistens hängen Lederbekleidungsstücke nach dem Reinigen zu lange, bis sie vollkommen trocken sind. Anschließend wird mehr oder weniger dick Lederfett aufgetragen. Das ist zwar gut gemeint, hilft aber nur bedingt, weil Fett die Poren oberflächlich versiegelt und das Leder somit nicht ausreichend genährt wird.
Wie macht man es besser?
Lederpflege funktioniert im Prinzip genau so wie Körperpflege. Nach der Reinigung sollte man die Lederbekleidung zunächst mit einem Handtuch trockenreiben. Das Leder ist jetzt porentief sauber und somit besonders aufnahmefähig. Mit Hilfe eines weichen Lappens wird
nun ein spezielles Lederpflege-Öl in das noch
feucht-klamme Leder einmassiert. Dann das Bekleidungsstück in einem Raum mit gutem Luftaustausch – keinesfalls jedoch in der Sonne oder über der Heizung – trocknen lassen, wobei die Feuchtigkeit verdunstet und das Öl in die Poren einzieht. Ein auf diese Weise genährtes Leder bleibt schön geschmeidig.
Welchen Zweck erfüllt dann das von vielen Motorradfahrern benutzte Lederfett?
Fett eignet sich nur bedingt, um Leder geschmeidig zu halten, ist aber ein guter Wasserschutz. Vor einer längeren Tour empfiehlt es sich deshalb, die zuvor mit dem Pflegeöl genährte Bekleidung zusätzlich dünn mit einem Lederfett einzureiben, um sie besser vor Nässe zu schützen.

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