Hauser, Berthold: Interview (Archivversion)

BMW-Teamchef Berti Hauser über die Gründe des Misserfolgs von BMW auf der Dakar

? Die Dakar 2001 unterbrach erst mal die Glückssträhne von BMW. Enttäuscht?Ja, natürlich. Aber bei dieser Rallye spielen so viele, oft unkalkulierbare Faktoren mit. Dass sich mit Roma und Lewis gleich beide Siegfahrer schwer beziehungsweise früh verletzten, davon kann man nicht ausgehen. ? Dennoch hätte BMW gerade dann, als die komplette KTM-Truppe das Gas rausnahm und auf Ankommen fuhr, durch ein paar Etappensiege noch einen guten Eindruck hinterlassen können.Wie gesagt, Roma und Lewis waren nicht mehr oder nur gehandicapt im Rennen. Mit den Etappensiegen auf dem Spezialtest in La Chatre und vor allem in Marokko hat Roma aber bewiesen, dass unsere Maschinen auch auf langsamen Pisten konkurrenzfähig sind. Von Gas rausnehmen kann man jedoch speziell bei Tiainen und Sala nicht sprechen.? War es dennoch richtig, auf den Einsatz der Einzylinder-BMW zu verzichten?Der Einzylinder hat mit zwei Siegen alles bewiesen. Es wäre wohl nicht klug, im eigenen Team ein konkurrierendes Konzeptc aufzubauen. Der Name BMW steht eben für den Boxer. Und ich bleibe dabei: Dieses Konzept ist durchaus siegfähig. ? Und wie will BMW die Dakar 2002 gewinnen?Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Die Struktur, der Service, alles passte. Ein wenig mehr Glück sollte für einen Erfolg schon reichen. Doch erst mal muss die grundsätzliche Entscheidung über das weitere Rallye-Engagement von BMW fallen.

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