Hauser, Berthold: Interview (Archivversion) Interview

Sportchef Berti Hauser zum Rallye-Rückzug von BMW.

?Das BMW-Werksteam zieht sich von den Wüstenrallyes zurück. Gab die Niederlage gegen KTM bei der letzten Dakar den Ausschlag für diese Entscheidung?Nein. Bei unserem Rallye-Comeback vor vier Jahren hatten wir gehofft, dass noch andere Hersteller unserem Beispiel folgen würden und sich KTM und Yamaha stellen. Dem war leider nicht so. Seit drei Jahren blieb uns mit KTM nur ein Werk als Gegner. Zum anderen sind wir mit der Resonanz in den deutschen sowie verschiedenen internationalen Medien absolut unzufrieden. Unsere beiden Dakar-Siege von 1999 und 2000 kamen viel zu wenig rüber.?Hat es BMW nicht versäumt, einen starken deutschen Fahrer zu engagieren, den man gut in den Medien verkaufen kann?Sicher, den hätten wir gerne gehabt. Aber außer Jürgen Mayer war kein Erfolg versprechender Kandidat in Sicht – und den konnten wir wegen seiner Bindung an KTM nicht bekommen.?Wo liegt künftig Ihr Schwerpunkt als BMW-Sportchef?In diesem Jahr gilt meine Konzentration dem internationalen Boxer-Cup. Daneben werden wir alle Bereiche des Motorradsports analysieren und durchleuchten. Denn der Dakar-Rückzug bedeutet nicht das Ende unserer sportlichen Aktivitäten.?Spielt in Ihren Überlegungen auch die neue GP1-WM eine Rolle?Klar, wir werden auch die Entwicklung dieses Wettbewerbs aufmerksam verfolgen.

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