Helmpflege (Archivversion) PUTZ MUNTER

Schick in Schale zu sein und den Durchblick zu haben ist für Helmträger lebenswichtig. Das klappt, wenn’s regelmäßig etwas auf die Mütze gibt.

Haben Sie schon mal einen Autofahrer gesehen, der Lack und Scheiben seines vierrädrigen Lieblings mit Benzin oder Nitro-Verdünnung zu Leibe rückt? Eben! Nun sind lackiertes Stahlblech und eine Windschutzscheibe aber deutlich widerstandsfähiger als eine Helmschale oder ein Plexiglas-Visier. Und trotzdem probieren es einige Motorradfahrer immer wieder, ihren steifen Hut mit Kraftstoff oder Lösungsmitteln zu reinigen. Das ist grundfalsch, denn Kunststoffe reagieren oft äußerst sensibel - schlimmstenfalls mit Auflösungserscheinungen -, wenn ihnen untaugliche Mittel an die Struktur gehen. Das gilt besonders für alle thermoplastischen Schalen (zum Beispiel Polycarbonat, Lexan, Ronfalin, Makroblend). Duroplaste (zum Beispiel Fiberglas, Carbon, Kevlar, Dyneema) sind gegenüber Verdünnern zwar unempfindlicher, deren Lackierungen vertragen die chemische Keule aber meist genauso wenig. Die klassische Reinigungs-Methode mit Wasser und Seife ist also immer noch die beste. Wem das zu aufwendig ist, der bekommt im Fachhandel mittlerweile jede Menge Helferlein - auch für Visier und Innenausstattung.

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