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Kein Motorrad-Hersteller erteilt eine Freigabe für das Richten von verbogenen Aluminium-Rahmen. Das hat triftige Gründe.

Stahlrahmen können bei geringen Verfor-mungen durchaus ohne Festigkeitsverluste gerichtet werden. Das verbietet sich bei Aluminium-Fahrwerken. Diese bestehen aus Legierungen, deren Zusammensetzungen die Hersteller nicht herausgeben, weshalb sich das richtige Material zum Beispiel für Schweißarbeiten nur nach aufwendigen Werkstoffanalysen finden lässt und damit wirtschaftlich unrentabel wird. Außerdem reagiert Aluminium aufgrund seiner Molekularstruktur sehr sensibel auf Kaltverformung. Selbst geringe querschnittsverändernde Verformungen können erheblichen Festigkeitsabfall hervorrufen. Zudem besteht die Gefahr, dass bei beschädigter Oxidschicht die darunter liegenden Schichten zu korrodieren beginnen, was den Werkstoff ebenfalls schwächt.

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