Historie: 70 Jahre auf und ab (Archivversion)

1926 Antonio Cavalieri Ducati und seine Söhne Adriano, Marcello und Bruno gründen in Bologna die Firma »Società Scientifica Radio Brevetti Ducati”, die Kondensatoren, Röhren und bald auch komplette Radios produziert.1935 Grundsteinlegung für das neue Werk im Vorort Borgo Panigale, wo Ducati heute noch seinen Sitz hat. 1946 Die Turiner Firma Siata bringt den Verkaufsschlager »Cucciolo” (zu deutsch »Welpe”) auf den Markt, ein Fahrrad mit Hilfsmotor; den 48-cm³-Viertakter liefert Ducati, das bald die komplette Produktion des Cucciolo übernimmt.1949 Aufgrund der schwierigen Finanzlage wird Ducati vorübergehend geschlossen und kommt unter staatliche Verwaltung. Der Vatikan übernimmt Anteile der Firma.1954 Die Sparte Elektro/Optik wird vom Fahrzeugbau getrennt. Chef der neuen Motorradfirma »Ducati Meccanica” ist Giuseppe Montano, der den Ingenieur Fabio Taglioni von Mondial zu Ducati holt. 1955 Taglioni präsentiert sein erstes Werk: die Ducati 100 Gran Sport.1956 Der erste Motor mit desmodromischer Ventilsteuerung: die 175 Gran Sport, ein Paralleltwin für den Renneinsatz.1964 Für den US-Markt entwirft Taglioni die »Apollo” mit Vierzylinder-V-Motor und 1260 cm³. Das Motorrad geht nie in Serie, bildet aber die Basis für die späteren V2.1967 Premiere des Einzylinders Mach 3 mit 250 cm³, bald gefolgt von 350er und 450er Modellen mit Desmo-Steuerung, wahlweise mit Straßenrahmen oder als Scrambler. 1970 Der erste V2 geht in Serie, zunächst als 750er, dann als 860er und schließlich als 900 SS.1974 Die Produktion der Einzylinder-Modelle wird eingestellt.1977 Vorstellung der 500er Pantah, ein Zweizylinder mit Zahnriemensteuerung. Von diesem Motor gibt es später auch Modelle bis 888 cm³. 1978 Mike Hailwood gewinnt mit der 900 SS überraschend die TT auf der Isel of Man. Die Hailwood-Replica wird zur beliebtesten Ducati.1983 Romano Prodi, heute Italiens Ministerpräsident, damals Chef des staatlichen Instituts für den nationalen Wiederaufbau IRI, gibt grünes Licht für die Übernahme von Ducati durch die Firma Cagiva aus Varese. Die neuen Chefs, die Brüder Claudio und Gianfranco Castiglioni, planen zunächst, Ducati nur als Motorenlieferant für Cagiva weiterzuführen, geben diese Pläne aber bald auf.1984: Fabio Taglioni geht in den Ruhestand; seine Nachfolge bei Ducati tritt Massimo Bordi an.1985: Die Übernahme durch Cagiva wird abgeschlossen.1986: Die neue Modellserie heißt »Paso”, benannt nach dem italienischen Rennfahrer Renzo Pasolino.1990: Vorstellung der 750 SS und 900 SS, beide noch heute im Programm.1992: Premiere der Monster 900, das erste Modell der erfolgreichen naked-Reihe.1994: Ducati präsentiert die 916, das Superbike schlechthin. 1996: Nach finanziellen Schwierigkeiten verkaufen die Brüder Castiglioni 51 Prozent von Ducati an den US-Investor Texas Pacific Group (TPG).

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote