Husaberg: 24 Stunden Enduro-Extremtest in Schweden (Archivversion) Mit KTM gegen KTM

Es geht voran mit dem verrückten Motorradhaus aus Schweden: 1800 Maschinen losgeschlagen 2001, 400 mehr als im Jahr zuvor. Doch dann kam der Ärger mit den geplatzten Motoren und Kalamitäten an dem eh störungsanfälligen E-Starter. So was kostet nicht nur Geld, sondern auch Kredit – beim Kunden. Heinz Sittenauer, seit November 2000 Chef bei Husaberg, will dieses Vertrauen zurückgewinnen. Mit verstärkter Qualitätskontrolle und Kontinuität in der Entwicklung. »Thomas würde am liebsten jedes Jahr einen völlig neu konzipierten Motor auf den Markt werden.« Thomas – das ist Thomas Gustavsson, schwedische Offroad-Legende, Husaberg-Mitgründer und Chefkonstrukteur, der zehn Prozent der Firmenanteile hält. Der Rest, 90 Prozent, liegt bei KTM. Die Österreicher schießen mittlerweile kein Geld mehr zu. Denn Husaberg, das sie noch vor zwei Jahren verkaufen wollten, rechnet sich wieder. »Es gibt genügend Leute«, sagt Sittenauer, die eine Hardenduro wollen, aber niemals in Orange.« Weil KTM zum Massenhersteller bei den Bestollten avancierte, den Japanern Konkurrenz macht, steigen die Marktchancen der Exoten. Husaberg produzierte sommers im Zweischichtbetrieb, erhöhte die Zahl der Angestellten von 27 auf 33 und möchte 2002 mindestens 2800 Motorräder verkaufen, 1000 mehr als bisher.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote