IDM Eurospeedway Lausitz (Archivversion) Neue Farben

Das weißblaue BMW-Team und die orangerote KTM-Truppe – die Superbike-Neulinge zeigten kräftig Flagge beim Auftakt der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM). Doch im Ziel mussten sie Routinier Jörg Teuchert auf der Yamaha den Vortritt lassen.

Nach dem allerersten Qualifikationstraining der IDM Superbike, Jahrgang 2009, schien am Eurospeedway Lausitz eine kleine Sensation in der Luft zu liegen: Die beiden Werks-KTM RC8R von Didier van Keymeulen und Stefan Nebel hatten sich die besten Startplätze gesichert, Werner Daemen, Speerspitze des BMW-Teams, das ebenso wie die KTM-Mannschaft seine IDM-Premiere feierte, stand hinter den beiden auf Position sechs. Auch Daemens BMW-Kollegen Julian Mazuecos auf Platz acht und Filip Altendorfer auf Platz 20 qualifizierten sich für die vordere Hälfte des mit 42 Fahrern rekordverdächtig stark besetzten Starterfelds – für die IDM-Newcomer ein Auftakt nach Maß.

Das Wochenende sollte – zumindest tendenziell – so weitergehen. Zwar blieb van Keymeulen im ersten der beiden Superbike-Rennen in der zweiten Runde mit einem Motorschaden liegen, holte dafür aber im zweiten Lauf als Dritter den ersten Podestplatz für das KTM-Superbike-Projekt. Weil auch Stefan Nebel in beiden Rennen ständig im Bereich der Podestplätze fuhr und zweimal Vierter wurde, war Teamchef Konrad Hefele hoch zufrieden: "Ein guter Start ins IDM-Jahr, auch wenn wir noch viel Arbeit haben. Das hat der Motorschaden gezeigt, den KTM jetzt analysieren muss."

Podestplatz Nummer eins gab es auch für BMW – erwartungsgemäß zeichnete Werner Daemen für den Erfolg verantwortlich, obwohl er im ersten Rennen nur auf Rang sieben aus der ersten Runde zurückkam, sich dann aber sukzessive nach vorne durcharbeitete, in der letzten Runde den auf Platz zwei fahrenden Stefan Nebel knackte und dabei Ducati-Pilot Dario Giuseppetti im Windschatten an Nebel mit vorbeizog. "Erstaunlich, wie weit wir mit der nagelneuen BMW schon sind", war Daemen überrascht. Ganz ungeschoren kamen allerdings auch die bayerischen Neulinge nicht davon. Fuhr Julian Mazuecos zwar in Rennen eins die schnellste Runde und platzierte sich als Neunter, musste er den zweiten Durchgang mit einem Defekt am Schaltautomat nach einer Runde beenden.

Derlei Ungemach blieb Altmeister Jörg Teuchert im Rennen erspart. Die Qualifikation beendete er lediglich als Neunter, doch von dieser Startposition aus begann der Vizemeister in beiden Rennen einen beeindruckenden Vormarsch an die Spitze und konnte schließlich gleich zwei Siegerpokale einsacken. Auch weil Titelverteidiger Martin Bauer in der zweiten Runde des ersten Laufs als Führender ausrutschte, darf sich Teuchert schon nach den ersten beiden von 16 Rennen über satte 22 Punkte Vorsprung im Zwischenklassement freuen.

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