IDM in Oschersleben (Archivversion) Die Doppelsieger

Das prall gefüllte Starterfeld der neu geregelten IDM Supersport entwickelt sich zum Highlight der Veranstaltungen, und die Rennen gestalten sich unkalkulierbarer denn je. Gleich zwei Nullrunden musste Rico Penzkofer in Kauf nehmen – dabei war er von der Pole Position gestartet. Im ersten Durchgang am Samstag vergeigte er zuerst den Start, danach kam das frühe Aus in einer der ersten Kurven ausgerechnet in Gemeinschaft mit seinem Freund und früheren Teamkollegen Rigo Richter. Für Penz sah das so aus: »Ich hatte schon verlorene Plätze gutgemacht, als Rigo vor mir einen klassischen Highsider hinlegte und ich nicht mehr ausweichen konnte.« Während Penz sich leicht lädiert auf den Sonntag vorbereiten konnte, wurde Rigo Richter mit Rippenprellungen ins Hospital gebracht. Neue Chance am Sonntag also für Penzkofer. Diesmal ging es bis Runde neun gut, dann meldete sich seine Triumph in Führung liegend mit Motorschaden vom Rennen ab.
Auch für Supersport-Doppelsieger Vladimir Ivanov aus St. Petersburg in Russland kam alles anders als erwartet. Sein Ziel ist, unter die besten drei der Saison zu fahren. Doch weil er nur sechs Veranstaltungen bestreitet, wird das schwer.
Zumal ihm sein Sieg am Sonntag aberkannt wurde. Teile der Verkleidung entsprachen nicht dem Reglement, was bei einer Umrüstung vom WM- zum IDM-Motorrad zwar schnell mal passiert, aber nicht vorkommen darf. So ist es dann der Franzose Sebastien Diss, der mit konstanten Leistungen die Tabelle anführt.
Superbike-WM-Pilot Max Neukirchner gab in Oschersleben sein erstes Gastspiel in der IDM. Da er sich als fester Fahrer
eingeschrieben hat und nur bei Terminüberschneidungen mit der WM nicht starten will, ist er punkteberechtigt und fuhr im Training auch gleich in die erste Startreihe. Schnellster in den Qualifikationen war aber der Österreicher Martin Bauer. Von 40 Runden in den zwei Rennen lag er 38 in Führung. Am Sonntagnachmittag musste er Neukirchner lediglich zwei Runden lang aufs Heck schauen. Als sich Bauer zwei Runden vor Schluss wieder vor Neukirchner presste, nutzte Kai-Børre Andersen die Gelegenheit und zog ebenfalls vorbei.
In der IDM 125 waren alle Augen auf den zurückgekehrten Robin Lässer gerichtet. Seine Ambitionen, die Spanische Meisterschaft oder sogar die Weltmeisterschaft zu fahren, waren gescheitert – jetzt greift er wieder in der IDM an. Im Rennen allerdings übernahm eindeutig Georg Fröhlich die Führungsrolle und siegte am Ende mit mehr als 15 Sekunden Vorsprung, während sich die Verfolger Marcel Schröter, Marvin Fritz und Robin Lässer beim Fight um die Plätze in einen Unfall verwickelten. Fritz brachte seine Honda noch auf Rang 15 mit einem Punkt ins Ziel, Lässer und Schrötter mussten ohne Punkte abreisen. Profiteure waren in diesem Fall Toni Wirsing und Sebastian Kreuziger mit geschenkten Podestplätzen. Kdw

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