Ihre Meinung: Wo fängt der Spaß an? (Archivversion) Umfrage aus MOTORRAD 10/2008

Joachim Holitschke
Hier meine zwei kleinsten Motorräder. Wenn ich sie weiterhin gut pflege, werden sicher mal gaaanz große Motorräder draus. Damit ist die Frage, „wo fängt der Spaß am Motorradfahren an“, aus meiner Sicht ausführlich beantwortet.

Marc Schecker, Hamburg
Nach Honda CBR 1100 XX, CBR 600 RR und VFR fuhr ich spontan eine Yamaha MT-03 mit „bescheidenen“ 45 PS Probe und war von der neuen Leichtigkeit des Seins beeindruckt. Auf verwinkelten Strecken fährt der Charakterdarsteller Kreise um die Großen. Neue Welt auch beim Unterhalt: Nie zuvor hatte ich so viel Spaß für so wenig Geld.

Oliver Fell, Freising
Eine Enfield-Hatz-Diesel mit elf PS ist mein kleinstes und meist genutztes Motorrad (45000 Kilometerin zwei Jahren). Alternativ fahre ich noch gerne meine 500er-Enfield-Bullet (Benzin), deren 22 PS bestimmt nicht alle am Hinterrad ankommen. Die Sache ist nicht nur wahrscheinlich lebensverlängernd, endlich weiß man auch, wie es rechts und links der Straße aussieht.

Dr. Matthias Beideck, Dortmund
250 Kubik in einem Temperamentsbündel wie meiner Maico MD 250 (Baujahr 1975, 27 PS, 120 Kilo): einfach himmlisch auf engen, kurvigen Strecken. Da lässt sie sich auch von ihren Stallgenossinnen Suzuki RG 500 Gamma und Aprilia Mille R nicht den Schneid abkaufen!

Simon Janßen
Ich bin 16, fahre eine Cagiva Raptor 125 mit 80-km/h-Drossel und freue mich dennoch jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn ich aufsitze und bei schönem Wetter los-fahren kann. Ich denke, man braucht keine 180 PS, um Spaß zu haben.

Johannes Klein, Meerbusch
Sechs Kilometer, heftiger Schneeschauer, drei Mal ging ich zu Boden. Jetzt reicht‘s, sagte ich mir, suchte ein leichtes Winter-Motorrad und fand die Yamaha TW 125. Der Winter ging, der Sommer auch, und ich fuhr immer noch mit dem Ding – und zwar mit wachsender Begeiste-rung: 16000 Kilometer in 2,5 Jahren. Für ordentliche Eifel- oder Urlaubs-touren habe ich noch meine 850er.

Dr. Wolf-Ingo Seidelmann, Rödental
Ob Alpen oder Nordkap: Ist ein Solotrip abseits der Autobahn geplant, setze ich auf die Kraft zweier Takte aus dem Erzgebirge. 300 cm? und zirka 25 PS werden mit Fahrer, Gepäck und 143 Kilo Fahrzeuggewicht auf Nebenstrecken prima fertig. Das geringe Markenprestige hält einem zudem jugendliche Heißsporne vom Hals. Mittlerweile habe ich drei MZetten, und BMW, Honda Co stehen immer öfter in der Garage.

Alexander Honold, Sachsenheim
Satte elf PS und ein windabhängiger Topspeed von 80, 90 km/h: Eigentlich war die Suzuki TU 125 XT für meine Freundin gedacht. Doch aus den beiden wurde nichts. So entdeckte ich meine Liebe zur Langsamkeit. Die große Maschine blieb immer öfter zu Hause stehen, die Ausflüge mit der kleinen wurden immer größer: Vogesen, Alpen, Spanien. Für mich ist diese Art des Reisens irgendwie entspannter, man bekommt wesentlich mehr von allem mit.

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