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In Trier müssen Biker Parkuhren füttern.

Als im Dezember 1997 die Stadtverwaltung Trier verlautbaren ließ, daß einige der insgesamt 76 neugeschaffenen Motorradparkplätze im Citybereich mit Parkuhren versehen werden sollten, legte das Regionalbüro des Bundesverbands der Motorradfahrer (BVDM) sofort Protest ein. Zunächst wegen der Gebühren: Weil, so der BVDM, vier Bikes auf den Platz eines Pkw passen, komme die von der Stadt geplante Halbierung der Parkgebühren um 50 Prozent letztlich einer Benachteiligung der Motorradfahrer gleich. Würde die Behörde einen fairen Preis verlangen, rentierte sich das Aufstellen der Groschengräber nicht, weswegen der BVDM dann auch deren unverzügliche Abschaffung fordert. Und dies auch aus verkehrspolitischen Gründen: »Fakt ist«, so BVDM-Sprecher Bernd Fries, »daß die Motorradparkplätze in vorbildlicher Weise angenommen wurden, viele Berufspendler ihr Auto stehen ließen, das sogenannte Wildparken merklich nachgelassen hat und die Stadtluft durch weniger Schadstoffausstoß und das Stadtbild durch weniger Pkw entlastet wurde.« Diesen Erfolg sieht er jetzt gefährdet: »Nach Auffassung des BVDM sollte die Stadt Trier von dem Vorhaben Abstand nehmen, für Roller und Motorräder Parkgebühren zu erheben.“

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