Instruktoren-Tipps (Teil 3) (Archivversion) Ganz ohne Motor

Jeder weiß, wie schwer sein Motorrad ist. Und es gibt auch (leider) immer wieder Gelegen-
heiten, bei denen sich dieses Gewicht in den Armen oder Beinen extrem
bemerkbar macht.
Zum Beispiel beim Rangieren oder beim Langsamfahren. Aber wussten Sie, dass Sie vom Eigengewicht des Motorrads quasi nichts spüren, wenn sich der Schwerpunkt der Maschine senkrecht über der Verbindungslinie der beiden Reifenaufstandsflächen befindet? Die Trialfahrer kennen das. Und Sie können das auch erfahren. Ganz handfest ran ans Motorrad, Gang rein, Kumpel zum Sichern platzieren und einfach das Motorrad in die Senkrechte. Das geht ganz prima zur Winterzeit mit Jeans in der Garage. Schnell entwickelt sich bei dieser Trockenübung ein Gefühl für die Balance der Maschine. Dann einfach
los: Einmal um das stehende Motorrad laufen und es dabei möglichst nur mit einer Hand im Gleichgewicht halten. Und gleich noch eine Übung, die meist genauso viel Überwindung kostet: links auf- und rechts absteigen. Schließlich das Ganze retour, denn rechts aufsteigen ist meist alles andere als die Schokoladenseite. Auch dabei den Seitenständer höchstens als »Notausgang« nutzen. Immer schön die Balance halten und durch bewusstes Ausatmen entspannen! Ziemlich »leicht«, so ein schweres Motorrad! Nicht wahr?
Letztes Jahr hätte man bei »Gesucht: Der Motorradfahrer des Jahres« damit schon mal ein paar Punkte sicher gehabt.

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