Intermot/IVM-Designwettbewerb (Archivversion) Neuland

Industrie-Verband und Messe suchen Ideen, wie
das motorisierte Zweirad in Zukunft aussehen könnte.
Und zwar so aussehen könnte, dass sich wieder
mehr Menschen dafür begeistern. Junge Designer
sind aufgerufen, gestalterisches Neuland zu betreten.

Muss man das Motorrad neu erfinden? Nicht unbedingt. Weil es an sich ja kein verkehrtes Ding ist, so ein Motorrad. Aber wie ein jedes Ding ist auch das Motorrad Moden und zeitgeistigen Anwandlungen unterworfen. Was ihm nicht immer gut tut, mit der Zeit zu gehen. Vor allem wenn diejenigen, welche den Lauf der Dinge bestimmen, schon hinter dem Lauf der Zeit
zurück sind, während diejenigen, die ihrer Zeit voraus sind, eventuell, zumindest im Motorradbereich, recht wenig zu bestimmen haben. Das soll anders werden.
UND Deshalb sollen an dem Designwettbewerb,
den der Industrie-Verband Motorrad und die Kölnmesse zum zweiten Mal ausschreiben, jüngere Leute teilnehmen. Die dürfen gern schon als Designer arbeiten, freilich nicht in der Motorradbranche. Oder sie dürfen studieren. Transportation-, Industrie-, Produkt- oder Modedesign sowie Fahrzeug- und Verkehrstechnik. Denen steht die Kategorie Professionals offen. Dann gibt es da noch eine Kategorie namens Non-Professionals, und wer daran teilnehmen kann, versteht sich von selbst. Einzige Beschränkung: Höchstalter 28 Jahre.
ýÿEs gibt viele kreative Ideen fürs Motorrad von Menschen, die nicht aus dem eigentlichen Design-Bereich kommenýÿ, sagt Reiner Brendicke, Geschäftsführer des Industrie-Verband Motorrad (IVM), ýÿauch die wollen wir mit unserem Wettbewerb motivieren.ýÿ Für die Profis und alle, die es einmal werden wollen, lohnt sich die Teilnahme sowieso, nicht nur der Preise wegen. Von
den 180 Leuten, die 2004 mitgemacht haben, haben mindestens zehn einen festen Job in der Motorrad- oder Zubehörbranche
bekommen. Und einige der Entwürfe, insbesondere Motorradkleidung, gibt es mittlerweile zu kaufen.
ýÿFashion Motorcycles, Urban Scooters und their
modern surroundingsýÿ ýÿ das ist die offizielle Bezeichnung
für den Wettbewerb. Und allein schon Begriffe wie Mode, urban
oder modern weisen darauf hin, dass es vor allem darum geht, ýÿDesign
als bedeutendes Kaufargument der nachwachsenden Kundengeneration in
einer stark emotional geprägten Motorrad- und Rollerszeneýÿ zu erkennen
und das Motorrad und alles, was mit ihm zusammenhängt, als Lifestyleprodukt
zu definieren und zu gestalten. ýÿGängige Klischees von Motorrad und der
Motorradszene sollen dabei bewusst durchbrochen werdenýÿ, ist in der Ausschreibung zu lesen. ýÿGesucht werden dabei innovative Lösungen, die speziell die Lebenswelt jüngerer Zweiradfahrer und Einsteiger reflektieren.ýÿ
Der komplette Text mit allen teilnahmebedingungen ist im
Internet unter ýÿhttp://www.intermit-designpreis.deýÿ zu finden. Einsendeschluss für die Professionals ist der 15. September 2006, Non-Professionals sollten mit ihren Projekten bis zum 1. September fertig sein. In den einzelnen Kategorien gibt es jeweils bis zu 1000 Euro zu gewinnen. Alle prämierten Arbeiten und die 20 bestplatzierten werden vom 11. bis 15. Oktober auf einer Designausstellung während der Intermot in Köln präsentiert.
MOTORRAD wird ausführlich über den Wettbewerb berichten und die interessantesten Arbeiten vorstellen.

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