Interview (Archivversion)

Interview mit Giuseppe Della Pietra, dem neuen Besitzer von Bimota

Wer steckt hinter der Firma »Moto Alternativa srl«? Einziger Gesellschafter bin ich, zumindest im Moment.Woher kommt das Geld?Die Anzahlung von gut 200000 Euro habe ich schon bezahlt. Den Rest werde ich in dem vom Gericht festgelegten Zeitraum erledigen.Was haben Sie mit Bimota vor?Ich habe gerade unterschrieben und kann deshalb jetzt erst anfangen, konkrete Pläne zu machen. Auf jeden Fall will ich wieder Motorräder bauen. Ich habe Bimota nicht gekauft, um die Lagerbestände loszuschlagen, sondern ich will an die alten Zeiten anknüpfen, als Bimota-Motorräder sehr exklusiv waren und in ganz kleiner Stückzahl gebaut wurden. Mein Motto lautet »Innovation in der Tradition«.Besteht die Hoffnung, dass man alte Bimota-Modelle wie die 500 Vdue und Ersatzteile bekommen kann?Auf jeden Fall. Bislang habe ich mir das Werk und das Lager zwar noch gar nicht angeschaut. Aber noch in diesem Monat wird es von meiner Seite konkrete Informationen über meine Pläne mit Bimota geben.Wie könnte eine neue Produktion aussehen?Zunächst mal braucht Bimota sehr gute Ingenieure und Techniker. Ich stehe bereits mit einigen in Kontakt, darunter auch Ex-Bimota-Mitarbeiter. Der Neustart wird nicht leicht sein, schließlich stand das Werk jetzt über ein Jahr lang still. Entwicklung und Produktion müssen daher ganz neu aufgebaut werden. Auch die ganze Logistik muss neu bewertet werden. Da die Werkshallen in Rimini ja nicht Bimota gehörten, sondern nur gemietet waren, müssen wir auch überlegen, ob wir wieder dort produzieren oder woanders hingehen.

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