Interview (Archivversion) «Eine Aufstiegsprüfung ist möglich“

Rudi Ebel, zweiter stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände, zum neuen Fahrerlaubnisrecht

?Welche Voraussetzungen gibt es für den neuen Direkteinstieg, der seit Januar 1999 möglich ist?Wer mindestens 25 Jahre alt ist, kann mit Erwerb der Fahrerlaubnis der Klasse A sofort leistungsunbeschränkte Motorräder fahren. Ausbildung und Prüfung erfolgen auf Maschinen mit mindestens 37 Kilowatt und 200 Kilogramm Leergewicht. Ab 30. Juni 2001 muß das Motorrad mindestens 44 Kilowatt leisten. Wie funktioniert die Aufstiegsprüfung vom alten 1a zum neuen A?Wer den 1a hat, bereits 25 Jahre alt ist und keine zwei Jahre abwarten will, bis er die Klasse A ohne Leistungsbeschränkung erhält, hat die Möglichkeit zu einer Aufstiegsprüfung. Die beinhaltet neben der Grundausbildung, deren Länge von Begabung und Erfahrung des Fahrschülers abhängt, sechs Sonderfahrten auf Landstraßen, Autobahnen und in der Dämmerung. Eine theoretische Prüfung gibt es nicht, die praktische wird auf 40 Minuten verkürzt und findet auf den gleichen Maschinen wie bei der Klasse A ohne Limitierung statt. Wem empfehlen Sie, den alten rosa Führerschein gegen die neue EU-Fahrerlaubnis einzutauschen?Auf jedem Fall demjenigen, der nach zwei Jahren offen fahren will und den rosa Führerschein 1a hat. Der ist auf 25 Kilowatt begrenzt. Deshalb muß er den neuen Kartenführerschein beantragen. In diesem wird das Erteilungsdatum für die Klasse 1a eingetragen, so ist der Ablauf der zwei Jahre Klasse 1a-Besitz erkennbar. Die bisher übliche Umschreibung entfällt beim neuen Kartenführerschein.

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