Interview (Archivversion) «Wir wollen was bewegen“

Herbert Pieper, 46, Pressesprecher der Motorrad Initiative Deutschland (MID)

Warum findet die Euro-Demo dieses Jahr in Bonn statt?Deutschland hat in der Europapolitik starkes Gewicht und spielt im Bereich Verkehrspolitik oft eine Vorreiterrolle. Bei der Abgas- und Lärmgesetzgebung zum Beispiel. Aber auch bei Straßensperrungen nur für Motorradfahrer. Das gab´s bis vor kurzem nur in der BRD, jetzt sind es rund 200 Fahrverbote in Holland, Österreich und Deutschland.? Welche politischen Ziele verfolgen Sie mit der Euro-Demo?Wir wollen auf Mißstände hinweisen. Zum Beispiel auf die Flickerei mit Bitumen, das bei Nässe rutschig wird und speziell in Kurven zur lebensgefährlichen Falle für Motorradfahrer werden kann. Wir fordern deshalb, daß Straßen künftig mit anderen Materialien ausgebessert werden. Außerdem beschäftigt uns die geplante Brüsseler Recycling-Verordnung für Altfahrzeuge. Denn bei Motorrädern funktioniert der Gebrauchtteilehandel. Sie landen nicht als Ganzes auf dem Schrott wie Autos. Pkw-Gesetze dürfen nicht einfach auf Motorräder angewendet werden.Warum sollten Motorradfahrer zur Demo kommen?Wir wollen gemeinsam auf unsere Probleme aufmerksam machen. Schließlich sind Motorradfahrer Wähler, die etwas bewegen können.

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