INTERVIEW (Archivversion) «Es ändert sich weder vom Risiko noch vom Betrag her etwas“

Dr. Peter Ackermann von der Neckura zum Thema Versicherung und Saisonkennzeichen

Herr, Ackermann, Sie sind Vorstandsmitglied der Neckura Versicherung. Werden Versicherungsbeiträge für Saisonkennzeichen teurer?Nein, zumindest bei der Neckura bleibt vorläufig alles beim alten. Das heißt Kunden, die neun Monate anmelden und versichern, bezahlen neun Zwölftel der Jahresprämie - nicht mehr. Von der Versicherungsseite ist die Sache somit für den Kunden kostenneutral.Es wurde anfangs darüber nachgedacht, einen Aufschlag zu verlangen. Warum?Eigentlich müßten die schönen, warmen Monate teurer, die schlechten, kalten dagegen billiger sein. Denn im Sommer wird am meisten gefahren, da ist das Risiko am höchsten. Neun Monate zulassen, aber zehn Zwölftel der Jahresprämie zahlen wäre risikotechnisch richtig. Wir machen das nicht. Wieso nicht?Wir hatten vor kurzem ein Kundengespräch mit 25 Motorradfahrern aus der Region Kassel. Dieser Runde und auch anderen Gesprächen mit Motorradkunden konnten wir entnehmen, daß sich im Kundenverhalten nicht viel ändern wird. Wir gehen davon aus, daß nur die Kunden ein Saisonkennzeichen nehmen werden, die ohnehin schon bisher im Winter abgemeldet haben. Deshalb ändert sich für uns weder vom Risiko noch vom Beitrag her etwas - und für den Kunden auch nicht. Und wer bisher über den Winter nicht abgemeldet hat, wird es vermutlich auch in Zukunft nicht tun. Eher bekommt dann das Winterauto ein Saisonkennzeichen, etwa von Oktober bis März.Was ändert sich versicherungstechnisch für den Kunden, wenn er ein Saisonkennzeichen hat?Auf den neuen Doppelkarten wird vermerkt werden, ob der Kunde ein Saisonkennzeichen wünscht oder nicht. Die Zulassungsstelle wird den Versicherer informieren, wenn ein Saisonkennzeichen zugeteilt wurde. Der Kunde muß sich dann um nichts mehr kümmern - es sei denn, er möchte den Zeitraum ändern. Oder er will seine alte, normale Nummer wiederhaben.

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