INTERVIEW (Archivversion) «Das Kupplungsspiel in der Luft nachjustiert“

? Gratulation, Bernd Eckenbach. Haben Sie einen GP-Sieg in Ihrer ersten 500er WM-Saison überhaupt erwartet?Nach den zweiten Rängen in Österreich und Portugal habe ich natürlich gehofft. Daß es ausgerechnet in Reil sein würde, habe ich aber nicht gedacht. Denn eigentlich liegt mir diese Piste nicht.? Warum hat´s dann doch geklappt?Ich wußte, daß ich meine Rundenzeiten, die etwa zwei Sekunden langsamer als die der Schnellsten waren, über die volle 40-Minuten-Distanz halten konnte. Dieses Konzept ging auf. ? Dennoch gab es bange Momente im ersten Lauf.Stimmt. Die Kontermutter am Kupplungszug hatte sich gelöst. So mußte ich die weiten Sprünge nutzen, um in der Luft die Einstellschraube am Kupplungshebel ständig nachzujustieren.? Sie liegen nun auf dem achtbaren zehnten WM-Rang. Und dies, obwohl Sie in 18 WM-Einzelläufen zehnmal ohne Punkte blieben. Ist die Halbliter-Kawasaki zu fragil?Nun gut, das Konzept der KX 500 ist zehn Jahre alt. Der Motor verträgt das heute vorgeschriebene bleifreie Superbenzin nur schwer. Die Ausfälle in Holland und Italien zeigen das. Die anderen Null-Runden hatten damit aber nichts zu tun, sondern entstanden durch Stürze oder Rennpech.

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