Interview Dirk von Zitzewitz (Archivversion) »Die Grenze der Machbarkeit“

Dirk von Zitzewitz brillierte mit dem siebten Gesamtplatz als bester Deutscher bei der Dakar.

?Zunächst mal Gratulation für Ihre Leistung. Dennoch, letztes Jahr holten Sie bei Ihrer allerersten Dakar Rang fünf. Die Dakar vom letzten Jahr ist mit der aktuellen nicht mehr zu vergleichen. Damals fuhren wir insgesamt zwei Stunden in den Dünen, dieses Jahr fünf Tage. Die Länge der Etappen wurde zum Teil verdoppelt. Ich glaube kaum, daß ich dies bei meiner Dakar-Premiere durchgestanden hätte.?Ist die neue Dakar Ihrer Meinung nach zu hart?Nein, aber an der oberen Grenze der Machbarkeit. In der Schlußphase war ich körperlich so am Ende, meine Hände schmerzten so höllisch, daß ich mich morgens oft fragte: Mensch, wie stehst du heute die 700 Kilometer bloß durch??War dies ein Grund, daß sich die Dakar-Neulinge Haydon und Cox vor Ihnen plazieren konnten?Nein, das nicht. Im Gegensatz zu den beiden weiß ich aber, was ich tue. Ich kann das Risiko, das ich eingehe, noch kalkulieren. Wenn ich Andy und Alfie gelegentlich gefolgt bin, dann standen mir die Haare zu Berge, wie es diese Jungs rumbeutelte. Die kennen nur eins: Vollgas.?Und was steht für Sie als fähiger Enduro-WM-Pilot in der nächsten Zukunft auf dem Programm?Ich möchte mich stärker auf den Rallyesport konzentrieren. Auch wenn ich dadurch weniger oder gar keine Enduro-WM-Läufe mehr fahren kann. Um besser zu werden, brauche ich mehr Erfahrung, und die bekomme ich nur, wenn ich bei möglichst vielen Rallyes dabei bin.Ergebnis:1. Stéphane Peterhansel (F) Yamaha, 2. Fabrizio Meoni (I), 3. Andy Haydon (AUS), 4. Alfie Cox (RSA), 5. Gerard Jimmink (NL), 6. Jordi Arcarons (E), 7. Dirk von Zitzewitz (D), 8. John Deacon (GB), 9. Jürgen Mayer (D), 10. Stanislav Zloch (SK)... 15. Norbert Schilcher (D), 21. Stefan Schweizer (D), alle KTM.

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