Interview mit Italjet-Chef Leopoldo Tartarini (Archivversion) «Es wird 1997 eine große Neuheit von Italjet geben“

Italjet, der zweitgrößte Roller-Hersteller Italiens nach Piaggio, will 1996 seine Produktion auf 40 000 Einheiten ausweiten, davon sind 40 Prozent für den Export vorgesehen. Im vor zwei Jahren neu erstellten Werk in San Lazzaro die Savena bauen etwa 100 Mitarbeiter den Velocifero und den Formula 50 mit Achsschenkellenkung.? Seit zwei Jahren kündigt Italjet den Zweizylinder-Roller Formula 125 an. Wann kommt er endlich?Wir haben das Projekt immer wieder hinausgeschoben, weil wir den 125er nach der ISO 9000 bauen wollen. Das ist eine europäische Qualitätsnorm, nach der die zugelieferten Teile und das Endprodukt einem kontrollierten Standard entsprechen müssen. Jetzt sind wir soweit, und der Formula 125 kommt spätestens im Mai auf den Markt.? Und wann gibt es die neuen Modelle Torpedo und Dragster?Die wollen wir im September bringen.Sie haben schon in den 70er Jahren Motorräder mit Yamaha-Motoren gebaut. Gerade haben Sie wieder einen Vertrag mit Yamaha abgeschlossen, bei dem es um einen Viertakt-Vierventilmotor gehen soll?Das mit dem Vertrag ist richtig, und es wird 1997 eine große Neuheit von Italjet geben. Aber mehr sage ich dazu nicht. Italjet hat seinen Umsatz im letzten Jahr fast verdoppelt. Ihre Modelle verkaufen sich sehr gut. Was planen Sie für die Zukunft?Ich glaube, daß wir vor allem kleine wendige Stadtfahrzeuge für alle Jahreszeiten brauchen, und zwar keine Autos, sondern Roller. Nur müßte man auf ihnen besser gegen Wind, Wetter und Schmutz geschützt sein als bisher. Auch da wird Italjet 1997 eine große Neuheit bringen.Mit dem Yamaha-Motor?Kein Kommentar.Sie haben in den 60er Jahren auch 500er und 650er gebaut, also große Motorräder. Wird es so etwas von Italjet nochmals geben?Sie können sicher sein: Da kommen wir wieder hin.

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