Interview mit Ralf Waldmann (Archivversion) «Wie in einer Ehe”

? Eine Minute Rückstand in Südafrika, jetzt Sieger - warum?Seit der Umstellung auf die letztjährige Maschine geht´s bergauf. Meine Rundenzeiten in Suzuka und Jerez waren schneller denn je. Die Erfahrung des letzten Jahres und all die Tests helfen uns bei der Abstimmung enorm. Mein Hinterreifen klebte förmlich auf der Strecke.? Wie schätzen Sie die japanischen Piloten ein? Wenn du ein, zwei Konkurrenten aus demselben Land hast, die ähnlich aufdrehen, wirst du nur noch schneller. Dann schaukelt man sich gegenseitig hoch - und deshalb sind Nakano, Katoh und Ukawa ständig vorn dabei.? Wie sind Ihre WM-Chancen?Nach dem ersten Rennen gab es einige Journalisten, die haben mich schon halbtot geschrieben und mir boshaftes Nichtwollen unterstellt. Das ärgert einen schon. Umso größer ist jetzt meine Genugtuung. Ich habe schon immer gesagt: Das Jahr ist lang, da kann viel passieren. ? Was bedeutet Ihnen die aufgeräumte Stimmung im Team?Das ist für mich ganz wichtig. Klaus Nöhles ist schwer in Ordnung, ich bin froh, ihn im Team zu haben. Die ganze Mannschaft versteht sich blind, denn schließlich kennen wir uns schon seit Jahren und haben einiges zusammen durchgemacht. Es ist wie in einer Ehe: Jeder hat seine Ecken und Kanten, aber man lernt sich auch gegenseitig zu schätzen und zu würdigen. Wenn man sich nicht mag, muss man sich halt scheiden lassen - ich habe mich scheiden lassen und es später rückgängig gemacht.

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