Interview (Archivversion) Interview

Harald Eckl, Kawasaki Racing Teamchef von Supersport-Weltmeister Andrew Pitt, über die Zukunft der Superbike-WM und die neue GP1-WM

? Glückwunsch zum Sieg in der WM. Die Situation im internationalen Motorradrennsport ist dennoch unruhig. Wie geht’s weiter?Nun, wir wollen natürlich zunächst mit Andrew Pitt und der Kawasaki ZX-6R den Supersport-WM-Titel verteidigen. Im Kawasaki-Superbike-WM-Team gibt es mit Hitoyasu Izutsu und Chris Walker neue Fahrer. Und ab 2003 werden wir für Kawasaki als offizielles GP1-Team antreten.? Superbike-Promoter Flammini behauptet, er habe mit allen japanischen Firmen sowie Aprilia und Ducati garantierte Vereinbarungen, dass weit über 2004 hinaus Werksmaterial am Start der Superbike-WM stehen wird. Wie sehen Sie das? Mag sein, aber was ist Werksmaterial? Das können auch, ähnlich wie schon heute in der Supersport-WM oder der 250er- und 125er-GP-Klasse bevorzugt verteilte Kit-Bikes sein. Für die anderen kann ich nicht sprechen, aber von Kawasaki weiß ich bisher nichts über ein Doppelengagement in der Zukunft.? Wie sieht also der Motorradrennsport der Zukunft aus?Die Probleme, das darf man nicht übersehen, gibt es ja nicht nur in der Superbike-WM. Die 250er-Grand-Prix-Klasse zum Beispiel ist jetzt schon absolut tot. Da gibt es keine technische Entwicklung mehr, die Spitzenfahrer sind längst abgewandert. Die Tendenzen einer Konzentration zu einem einzigen übrigbleibenden WM-Format sind unübersehbar. Und auch dort werden eventuelle kleinere Rennklassen schon sehr bald mit Viertaktmotoren laufen. »GP2« wird wohl nicht anders aussehen wie die heutige Supersport-Klasse.

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