Interview (Archivversion) Interview

Der frisch gebackene Motocross-Weltmeister Mickael Pichon kritisiert den spanischen WM-Vermarkter Dorna.

? Herzlichen Glückwunsch: Sie sind Seriensieger in der 250er-Motocross-WM und in Gaildorf schon zum zweiten Mal vorzeitig Weltmeister geworden. Fehlt da auf Dauer nicht die Herausforderung?Rennen zu gewinnen ist nie langweilig. Aber nächstes Jahr wird es sicher aufregender, wenn in der 250er-WM auch Viertakter mit 450 cm3 Hubraum starten dürfen und Stars wie Stefan Everts in unsere Klasse wechseln. Dann will ich die Viertakter mit meiner 250er-Suzuki schlagen, denn die Zweitakter müssen im Motocross bleiben.? Sie befürworten also die neue Regelung?Ja. Ich hoffe aber, dass auch die 500er-Klasse erhalten bleibt, in der sich die Viertakter bislang tummeln. Sonst werden 30 Fahrer arbeitslos.? Der Promoter Dorna hat die Cross-WM in den letzten Jahren kräftig umgekrempelt. Sind sie zufrieden?Nein, überhaupt nicht. Jetzt regiert nur noch das Geld. Die Interessen der Zuschauer und der Fahrer zählen überhaupt nichts mehr. Wir müssen dort fahren, wo es die Dorna und das Fernsehen wollen – vielleicht schon bald in der Wüste oder auf den Pariser Champs Elysées. Es ist an der Zeit, dass sich Fahrer und Teams organisieren und ein Gegengewicht bilden.

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