Interview (Archivversion) Interview

Neues zur Dakar-Rallye weiß Hubert Auriol, Organisator der Arras-Paris-Dakar 2002.

? Bislang startete die Dakar-Rallye immer am Neujahrsmorgen in Paris. Warum dieses Jahr am 28. Dezember im nordfranzösischen Arras?In Paris, wo gerade ein neuer Bürgermeister gewählt wurde, gab uns niemand eine verbindliche Zusage. In Arras wurden wir mit offenen Armen empfangen. Die Rallye ist in Frankreich ein Medienereignis. Deshalb wollten wir an einem Sonntag in Dakar einlaufen und mussten den Starttermin anpassen. ? Bei den Motorrädern ist KTM der Sieg fast sicher. Ist das nicht langweilig?Überhaupt nicht. Es kommt mehr auf die sportliche Leistung an. Für die Fans wird es wichtiger, ob ein Italiener, Franzose oder Deutscher auf das Siegertreppchen steigt – oder der, der am härtesten gekämpft hat. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn sich mehr Werksteams engagiert hätten.? Liegt das daran, dass die Dakar-Rallye selbst für Werksteams zu teuer geworden ist?Rennsport war nie billig. Die Technik für den GP-Sport verschlingt Unsummen. Zusätzlich geben die Hersteller viel Geld für Innovationen bei der Abgastechnik aus, deshalb wird beim Motorsport gekürzt. Nur KTM stuft einen Sieg in Dakar als höchste Priorität ein.? Was unternehmen die Organistoren, um genügend Teilnehmer für die Rallye zu gewinnen?Wir konzentrieren uns auf Privatfahrer, für die es extra Preisgelder gibt. Viele Teams können sich ein Service-Fahrzeug teilen, um ihre Kosten zu drücken. Insgesamt wird die Rallye viel von ihrem alten Charme zurückgewinnen.

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