Interview (Archivversion) Interview

Aprilia-Firmenchef Ivano Beggio über die Pläne der Gruppe, zu der auch Guzzi und Laverda gehören.

?Aprilia macht einen Großteil des Umsatzes mit Rollern. Wie wirkt sich die Rollerkrise in Italien auf die Firma aus?Sie trifft auch uns. Das lässt sich bei einem allgemeinen dramatischen Absatzrückgang nicht verhindern. Wie die anderen Hersteller haben wir Roller auf Halde stehen und die Produktion zurückgefahren.?Haben Sie jetzt kein Geld mehr für die Motorradentwicklung?Doch. Keine Bange. Wir entwickeln weiter neue Modelle, hier auf dem Mailänder Salon steht unser neuester Prototyp für ein Naked Bike, die 1000er-Blue Merlin.?Was passiert bei Guzzi und Laverda?Bei Guzzi betreiben wir starke Modellpflege. Der Zweizylinder-Motor wird im Hinblick auf die Euro 2 modernisiert und durch eine homogenereLeistungsabgabe gerade in den unteren Drehzahlbereichen verbessert. Außerdem arbeiten wir an einem komplett neuen Motor. Für Laverda haben wir viele Ideen, aber die Marke hat Priorität drei hinter Aprilia und Guzzi. Alles auf einmal schaffen wir nicht.?In Deutschland klagen viele Aprilia-Kunden über eine schlechte Ersatzteilversorgung. Ist da Besserung in Sicht?Aprilia erhält gerade eine neue interne Organisation. Unsere Strukturen werden schlanker und orientieren sich jetzt noch mehr am Markt. Dadurch wird die Kommunikation schneller und direkter, auch mit unseren Niederlassungen im Ausland und deren Händlern und Kunden. Das kommt dem Service zugute.

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