Interview (Archivversion) Interview

Supersport-Weltmeister Jörg Teuchert über seinen neuen Ruhm und die ersten Wochen danach.

Wie fühlen Sie sich knapp vier Wochen nach dem entscheidenden Rennen in Brands Hatch als Weltmeister?Es ist eine Riesenhektik um mich. Die ganzen Feiern müssen organisiert werden. Nach dem Rennen in Brands Hatch war ich völlig aufgelöst. Da war alles ganz irreal. Erst allmählich ist dieses echte Hochgefühl entstanden. Etwa, wenn ich den WM-Pokal sehe. Dann spüre ich, dass ich wirklich etwas ganz Großes geschafft habe, auf das ich immer hingearbeitet habe.War der WM-Titel das klare Saisonziel?Ja, nach den zwei Siegen von 1999 und dem vierten Gesamtrang war klar, dass es 2000 um den Titel gehen muss. Und spätestens nach dem Erfolg beim zweiten WM-Lauf in Japan, wusste ich, dass es klappen kann. Gegen Saisonmitte dominierte unser Team und es sah fast ein bisschen zu leicht aus. Aber dann fing ja auch unsere Pechsträhne an, die zum Glück gerade noch rechtzeitig wieder aufgehört hat.Gibt es - nach dem durch den Wechsel von Noriyuki Haga in die 500er-WM bedingten Rückzug des Yamaha-Werksteams aus der Superbike-WM - Überlegungen, vielleicht doch schon 2001 in die Superbike-WM aufzusteigen?Ehrlich gesagt war das auch meine Idee, als ich von der Haga-Entscheidung gehört habe. Unser Team wäre sicherlich reif und in der Lage, auch in der Superbike-WM gut auszusehen. Aber Yamaha Deutschland hat frühzeitig mit der gesamten Crew die Verträge verlängert für die Supersport-WM. Ob sich daran noch was ändern könnte, ist im Moment schwer zu sagen.

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