Interview (Archivversion) Interview

Benelli-Chef Andrea Merloni, 33, über die Zusammenarbeit zwischen Benelli und Renault

Auf welchem Sektor werden Sie mit Renault zusammenarbeiten? Bei den Rollern. Wir entwickeln mit Renault eine komplett neue Modellpalette. Benelli übernimmt die Produktion, Renault den Vertrieb über die Autohäuser. Davon hat Renault allein in Frankreich rund 6000. Die Entwicklung der Roller hat schon begonnen, denn Renault will bereits Anfang nächsten Jahres mit eigenen Rollern auf den Markt.Wird es trotzdem weiterhin Benelli-Roller geben?Sicher. Sie bleiben unabhängig von der Renault-Palette. Aber wir werden dank des Vertrags mit Renault die Produktion deutlich erhöhen. Dieses Jahr wird Benelli schätzungsweise insgesamt 20 000 Roller bauen. Ich gehe davon aus, dass wir in unserem Werk in Pesaro in zwei bis drei Jahren mindestens 60 000 Stück herstellen, einen Teil unter dem Namen Benelli, einen Teil unter dem Namen Renault. Bezieht sich die Zusammenarbeit auch auf den 900er-Dreizylinder Tornado, der 2001 auf den Markt kommen soll?Darüber haben wir noch nicht geredet, aber ich denke, dass uns Renault bei Bedarf unterstützen wird. Auch deswegen freuen wir uns über die Zusammenarbeit. Zum einen ist sie ein Beweis für die gute Qualität unserer Roller, denn hinter dem Vertrag mit Renault waren auch einige Konkurrenten her. Zum anderen läuft der Vertrag fünf Jahre lang. Renault hat aus dem Formel-1-Einsatz ein großes Know-how, und die Technologie ist im Autosektor viel weiter als bei den Motorrädern. Die Zusammenarbeit bringt Benelli neben den wirtschaftlichen Vorteilen auch einiges im technischen Bereich. Wir sehen den Vertrag mit Renault als eine Garantie für die Zukunft an.

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