Interview (Archivversion) Interview

Der Präsident des Industrie-Verband Motorrad Deutschland (IVM), Marco von Maltzan, zum Motorradmarkt.

Wie schätzen Sie den Motorradmarkt der Zukunft ein, und wie werden sich die Segmente entwickeln?Wir haben in Deutschland ein historisches Hoch erreicht, weitere Zuwächse sind zunächst nicht zu erwarten. Wir schätzen den Markt aber in den nächsten Jahren als stabil ein. Nach der Cruiser- und Sportlerwelle der letzten Jahre erwarten wir jetzt wieder mehr Interesse für Naked Bikes, Tourer und Enduros. Bei den 125ern kann eine Liberalisierung der Führerscheinregelung den Markt beleben.Was möchte der IVM europaweit beeinflussen?Die Führerscheinverordnung. Darüber hinaus arbeiten wir über unseren europäischen Verband ACEM aktiv an den kommenden Grenzwerten (Euro 2) für Abgas und Geräusch mit.Was tut der IVM, um junge Menschen fürs Motorrad zu begeistern?Derzeit analysieren wir in einer internen Projektgruppe die Situation und versuchen, die Ursachen zu ermitteln, warum junge Menschen nicht mehr so zahlreich zum Motorrad kommen wie früher. Unsere Aktivitäten werden wir im Anschluss an einen Workshop mit Jugend- und Freizeitforschern, Marketing- und Werbeexperten sowie Vertretern der Industrie und Fachpresse entwickeln, den wir fürs Frühjahr 2001 planen. Was die 125er betrifft, erwarten wir uns bei den 16- und 17-Jährigen einen Schub durch die Aufhebung der 80-km/h-Begrenzung, von der wir hoffen, dass diese im Rahmen der europäischen Harmonisierung entfallen wird.Was wollen Sie als IVM-Präsident erreichen?Nachdem sich der Verband in den letzten Jahren stürmisch entwickelt hat, geht es jetzt darum, insbesondere die neuen Mitglieder noch stärker in den Verband zu integrieren. Daneben ist für mich eine Konsolidierung der Verbandsstruktur wichtig und eine Anpassung an die neue, gewachsene Größe. Dann haben wir mit dem IVM die schlagkräftigste Interessenvertretung für das Motorrad, die es je in Deutschland gab.

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