Interview (Archivversion) Interview

Claudio Castiglioni, Chef von MV Agusta Motor spa, zur Situation seiner Marken Cagiva, Husqvarna und MV Agusta

?Alles schreit nach MV Agusta, aber es gibt keine. Woran liegt das?
!Wir haben von Anfang an die Produktion auf 18 Stück pro Tag ausgelegt und jetzt auf 22 erhöht. Das reicht bei weitem nicht, die Nachfrage zu befriedigen.
?Ist denn abzusehen, dass sich die Lieferengpässe in Zukunft vermeiden lassen?
!Vorerst nicht. Ich habe bei der renommierten Maschinenbaufirma Heller in Nürtingen bereits zwei weitere Bearbeitungszentren für die Gehäuse- und Kopfbearbeitung bestellt. Aber es wird neun Monate dauern, bis diese bei uns in Betrieb genommen werden können. Wir haben in den letzten Jahren 150 Millionen Mark investiert, mehr als jede andere Motorradfirma, und werden in den nächsten drei Jahren noch mal jeweils 40 Millionen investieren.
?Auch bei der Cagiva Raptor gibt es Lieferengpässe. Haben Sie nicht genügend Motoren von Suzuki bekommen?
!Doch, unser Verhältnis zu Suzuki ist hervorragend. Wir bekommen dieses Jahr 5000 Motoren mit 1000 cm3. Aber auch hier hat uns die Nachfrage überrascht. Zur Zeit bauen wir 36 Raptor am Tag, zu wenig, wie wir heute wissen.
?Wird es denn auch eine 650er-Raptor geben?
!Ja, wir werden die Raptor 650 auf der Intermot präsentieren, zu einem deutlich niedrigeren Preis wie die 1000er. Außerdem die MV Agusta Brutale, ein Naked Bike, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Und noch einiges mehr.

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